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  • Titel
    Bodenschwefel-Status verschiedener "Höglwald"-Teilflächen : Einfluss von Baumart und künstlicher schwefelsaurer Beregnung
  • Paralleltitel
    Soil-sulfur status of different "Höglwald" plots; Influence of tree species and simulated acid rain
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Hamburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Illustrationen
    4 Abb., 2 Tab., 12 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200030867
  • Quelle
  • Abstract
    Die flächenpräsentative Untersuchung der Gehalte wichtiger Schwefelbindungsformen für drei Parzellen des Höglwald-Projekts erfasst die kleinstandörtliche Variation der Schwefelvorräte gut. Es finden sich keine durchgängig signifikanten Unterschiede im Schwefelgehalt zwischen stammnahen und -fernen Bereichen. Niveau und Verteilung der Schwefelausstattung der Kontrollparzelle unter Fichte sind bestimmt durch moderaten atmogenen Sulfateintrag und sehr schwache lithogene Vorgabe sowie durch pedogenetische Prozesse wie Humusakkumulation, Tonverlagerung und aktuelle Podsolierung. Die eng mit den Humuskomponenten gekoppelte Dominanz des organischen Schwefels im Oberboden endet unter Fichtenbestockung bereits in 20 cm Tiefe. Darunter herrscht anorganisches Sulfat vor, dessen maximale Werte zwischen 20 und 70 cm Tiefe mit Ton- und Sesquioxidgehalten in Verbindung stehen. Das anorganische Sulfat dominiert mit 63 % Anteil am Gesamtschwefelvorrat bis 1 m Tiefe (2190 kg ha hoch -1). Unter Buchenbestockung bleiben gegenüber Fichte die Schwefelgehalte zurück; organischer Schwefel überwiegt bis 60 cm Tiefe; anorganisches Sulfat bleibt konstant auf niedrigem Niveau. Die Schwefelvorräte bis 1 m Tiefe (1260 kg ha hoch -1) erreichen nur 58 % von Fläche A 1. Ein solcher Trend zu niedrigeren Schwefelvorräten mit überwiegendem organischem Anteil unter Laubwald ist Merkmal aller näher untersuchten Baumartvergleiche. Er beruht auf geringerem atmogenen Stoffeintrag und teilweise auch auf einer pedogenetischen Entwicklung, welche die Sulfatsorption weniger unterstützt. Nach experimenteller Zufuhr von 177 kg SO4-S ha hoch -1 in drei Jahren fanden sich im Mineralboden bis 30 cm Bodentiefe gegenüber der Kontrollfläche um 176 kg ha hoch -1 höhere Schwefelvorräte. Sie liegen zu zwei Drittel in organischer Bindung vor. Inwieweit diese Unterschiede Effekt der künstlichen Sulfatzufuhr oder natürliche Variation sind, ist erst über eine exakte Bilanz der Ein- und Austräge abzuschätzen.