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  • Titel
    Pigmentgehalte und Gaswechsel von Tief- und Hochlagenfichten nach chronischer Ozonbelastung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    4 Abb., 4 Tab., 36 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200030233
  • Quelle
  • Abstract
    Vierjaehrige Fichten (Picea abies (L.) Karst.) oesterreichischer Tief- und Hochlagenprovenienzen wurden in Klimakammern zwoelf Wochen lang kontinuierlich mit 120 ppb Ozon bzw. ozonfreier Luft begast. Die Ozonbelastung fuehrte bei gleichzeitigem leichtem Naehrstoffmangel zu aehnlichen Symptomen, wie sie bei den neuartigen Waldschaeden als "akute Vergilbung" beschrieben wurden. Die Gehalte an Chlorophyll a + b, Carotin und Xanthophyll warem im Mangelbereich vom Naehrstoffgehalt abhaengig. Ozon fuehrte zu weiteren Pigmentverminderungen, hatte aber nur wenig Einfluss auf die Pigmentquotienten. Die Ozonbegasung fuehrte bei Tieflagenprovenienzen zu groesseren Pigmentverlusten als bei Hochlagenherkuenften, wobei vorjaehrige Nadeln empfindlicher reagierten als diesjaehrige. Der geringere Pigmentverlust der Hochlagenfichten koennte eine Anpassung an die hoeheren Ozongehalte am Standort darstellen. Ozon reduzierte die Photosynthese bei Tief- und Hochlagenfichten in aehnlichem Ausmass. Innerhalb aller Provenienzen gab es jedoch individuelle Unterschiede in d. Ozonempfindlichkeit: Baeumchen, die nach vier Wochen hohe Gaswechselraten hatten, wiesen am Ende des Experimentes deutliche Photosynthese- und Pigmentreduktionen auf, waehrend solche mit niedrigen Gaswechselraten durch Ozon kaum beeinflusst wurden. Neben moeglichen Resistenzunterschieden schien die groessere Ozonempfindlichkeit vor allem auf der staerkeren stomataeren Ozonaufnahme der Nadeln zu beruhen.