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  • Titel
    Schadstoffbelastung von Wild in den grenznahen Gebieten Sachsens. Immissionen und ihre Auswirkungen auf Wild
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    30 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4223
  • Datensatznummer
    200029642
  • Quelle
  • Abstract
    Die hoechsten Fluorkonzentrationen in Knochen und Zaehnen von Rotwild wurden im mittleren Erzgebirge (Raum Marienberg, Steinbach, Olbernhau) nachgewiesen. In diesem Gebiet wurden von Reuter u.a. (23) auch die hoechsten SO2-Konzentrationen in der Luft gemessen. Das legt die Vermutung nahe, dass beide Schadstoffe weitgehend gemeinsam emittiert werden, und dass unter Beachtung der Topographie und der Hauptwindrichtung dabei die Emittenten Nordboehmens eine dominierende Rolle spielen. Die additive und sogar potenzierende Schadwirkung von SO2 und Fluorverbindungen auf Fichten ist bekannt (17). So waere erklaerbar, dass in diesen Gebieten die hoechsten Waldschaeden auftreten. Hier wurden auch bei einzelnen Tieren erhebliche fluorbedingte Zahnschaeden (Zahnfluorose) beobachtet, die sich auf die Tiergesundheit auswirken koennen. Dagegen sprechen die vorliegenden Konzentrationen der Metalle und chlororganischen Verbindungen nicht fuer eine relevante Beeintraechtigung der untersuchten Tiere; auch schliessen die ermittelten Werte in den untersuchten Territorien einen negativen Einfluss auf den Baumbestand weitgehend aus. Die erhoehten Cadmiumkonzentrationen der Nieren stellen ein lebensmitteltoxikologisches Problem dar.