Titel
Der wirtschaftstechnische Kontext beim Einsatz von Herbiziden im Wald
Verfasser
Erscheinungsjahr
1991
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
632
Datensatznummer
200029415
Quelle
Abstract
Welchen Platz fuer die Herbiziden im Wald? Ein Grossteil der Forstinvestitionen ist der Eindaemmung der natuerlichen Pflanzenkonkurrenz gewidmet. Deshalb haben seit etwa zwanzig Jahen einige Neuerer unter den Forstleuten auf der Suche nach Einsparung die Verwendung von Herbiziden entwickelt. Im Vergleich zu den manuellen oder mechanisierten Techniken hat sich dieses neue Mittel nicht immer sehr viel wirtschaftlicher gezeigt, es hat jedoch erlaubt, sich von schwierigen manuellen Arbeiten zu befreien und fuer bisher unloesbare Probleme eine Loesung zu finden. Die Eigenschaften des chemischen Mittels (Auslese der Wirkung, strenge Anwendungsvorschriften) haben zu einer vollstaendigen Ueberholung der Arbeitseinsatzkonzeption gefuehrt, die weitgehend von der manuellen Reinigung gepraegt war. Man wendet sich langsam einer integrierten Wachstumskontrolle zu, welche die Vorteile der verschiedenen Zugaenge kombiniert: vorbeugende waldbauliche Arbeiten, Bodenbearbeitung, manuelle und mechanische Kontrolle, individueller Pflanzenschutz, Herbizide. Aber der Einsatz von Pflanzenvernichtungsmitteln, der in der Landwirtschaft weit verbreitet ist, wird von der oeffentlichen Meinung, wenn es sich um den Wald handelt, nur schwerlich zugelassen. Man muss fuerchten, dass ein unreflektiertes allgemeines Misstrauen und/oder eine zu strenge Regelung diese Verwendung unmoeglich machen; es ist Aufgabe aller Beteiligten, Hersteller, Verbraucher und Forstleute, einander naeher zu kommen und gemeinsam zur Klaerung der Debatte und zur Ausarbeitung gut durchdachter Einsatzrichtlinien beizutragen.