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  • Titel
    Entwicklung waldfoehrenreicher Waelder im Gebiet Brienz-Wiesen (GR). Eine historisch-dendrooekologische Studie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    22 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200029250
  • Quelle
  • Abstract
    Das Untersuchungsgebiet liegt im Kanton Graubuenden, im Uebergangsbereich von den Zwischenalpen zur inneralpinen Zone. Es wurden Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung waldfoehrenreicher Waelder anhand geschichtlicher Dokumente gemacht. Zusaetzlich wurden die Bestandesdynamik von zwei Bestaenden im typischen Erika-Foehrenwald (Erico-Pinetum silvestris) und die Wachstumsdynamik von Waldfoehren und Fichten in fuenf Bestaenden auf Trockenstandorten mittels dendrooekologischer Methoden (Skeleton plot) studiert. Die langfristige Entwicklung wurde gepraegt durch Waldverwuestungen im Zusammenhang mit bergbaulichen Aktivitaeten (1400 bis 1847), Kahlschlagwirtschaft (bis 1876), Waldweide (bis 1950) und den seit Anfang dieses Jahrhunderts wachsenden Wilddruck. Der Grossteil der Waldfoehrenbestaende sind Pionier- und Uebergangswaelder; nur auf extremen Trockenstandorten stocken Waldfoehrengesellschaften. Aufgrund des Jugendzuwachses wird abgeleitet, dass fuenf der sieben Bestaende auf Freiflaechen (nach Kahlschlag) aufgewachsen sind. Waldfoehren und Fichten innerhalb des gleichen Bestandes sind jeweils gleich alt. Die aelteste Waldfoehre ist rund 440 Jahre, die aelteste Fichte etwa 310 Jahre alt. Die Baeume verfuegen ueber eine wechselnde Fitness - sie reagieren unterschiedlich auf klimatische Ereignisse. Zwei Bestaende der gleichen pflanzensoziologischen Einheit konnten mittels dendrooekologischer Methoden voneinander abgegrenzt werden (Weiserjahrproduktion, Anzahl reagierender Baeume in Extremjahren). Beide Baumarten zeigen in den letzten 20 Jahren einen Anstieg des Durchmesserwachstums.