Titel
Nachhaltige Entwicklung - Herausforderungen und Loesungsansaetze fuer die Ebenen Forstbetrieb und Forsttechnik
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
10 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200029204
Quelle
Abstract
Das Konzept einer nachhaltigen Entwicklung ist auf der politisch- programmatischen Ebene breit anerkannt. Es stellt sich die Frage, wie es auf die operative Ebene transformiert werden kann, da auch in der Forstwirtschaft Konsum-, Produktions- und Verteilungsprozesse den Kern der erwuenschten und unerwuenschten Wirkungen darstellen. Der vorliegende Beitrag praezisiert, was unter oekologischem Handeln zu verstehen ist, stellt erste Ueberlegungen zum Konzept der Oekoeffizienz an und leitet den Handlungsbedarf fuer die Zukunft ab. Oekologisches Handeln beinhaltet zwei Teilziele: den sparsamen Umgang mit Umweltguetern (Oekoeffizienz) und das Minimieren der negativen Auswirkungen auf die natuerliche Umwelt (Umweltvertraeglichkeit), die soziale Mitwelt (Sozialvertraeglichkeit) und die Menschen selbst (Individualvertraeglichkeit). Ueberlegungen zur Oekoeffizienz zeigen, dass die Flaechenbilanz der Holzproduktion in der Schweiz einen steigenden Trend aufweist, was oekologisch unerwuenscht ist. Eine Quantifizierung der Energieeffizienz ergibt, dass die Profuktion von Starkholz oekologisch sehr sinnvoll ist, weshalb die waldbaulichen Konzepte, welche auf Einzelstammnutzungen ausgerichtet sind, zu intensivieren sind. Um die Qualitaet des oekologischen Handelns weiter zu verbessern, sind fuer die Forstwirtschaft Umweltmanagementsysteme anzupassen und einzufuehren, wie sie beispielsweise die internationale Normenorganisation ISO mit ISO 14000 vorschlaegt. Derartige Umweltmanagementsysteme sind die Basis fuer die Zertifizierung von Produktionsprozessen und das Labelling von Produktien. Die Forschung ist primaer gefordert, forstrelevante Oekoinventare zu entwickeln, die als Grundlage fuer eine oekologische Bewertung verschiedener Handlungsalternativen dienen.