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  • Titel
    Die Entwicklung von Insekten in Fichten-Holzlagern oberhalb der Baumgrenze
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    13 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200029009
  • Quelle
  • Abstract
    Um die Moeglichkeit eines Befalls durch Insekten und deren Entwicklung in auf Alpenpaessen gelagertem Sturmholz zu beurteilen, wurden auf dem Lukmanierpass (1900m ue.M.) und in Sedrun (1350m ue.M.) im angrenzenden Vorderrheintal je ein kleines Holzlager von Fichtenstaemmen errichtet. Waehrend rund zweier Jahre wurden Temperaturen, Insektenflug und Befall der Staemme erhoben. Die Basttemperatur der besonnten Stammhaelften konnte infolge der intensiven Sonneneinstrahlung auf dem Lukmanier bis 23 Grad C waermer sein als die Lufttemperatur. Sobald sich im Winter eine isolierende Schneeschicht auf den Staemmen befand, blieb die Basttemperatur konstant zwischen rund -2 und 0 Grad C. Da die untersuchten Staemme bereits vor Versuchsbeginn im Windwurfgebiet befallen wurden und sich auf dem Pass zusaetzlich riesige regulaere Holzlager desselben Holzes befanden, wurden die Insektenfang- und Befallserhebungen davon erheblich beeinflusst. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass ein Neubefall von gelagertem Rundholz durch qualitaetsmindernde Insekten auch auf 1900m ue.M. moeglich ist. Es wurden bevorzugt die beschatteten, unten liegenden Stammhaelften befallen. Die Insekten koennen ihre Entwicklung, wenn auch wegen der tiefen Temperaturen etwas verlangsamt, vollstaendig durchlaufen. Der Befall ging jedoch vermutlich groesstenteils vom befallenen Holz der regulaeren Holzlager aus und weniger von autochthonen Populationen. Dies zeigten die tiefen Fangzahlen der Flugfallen an fliegenden, xylobionten Kaefern auf dem Lukmanier abseits der Holzlager. Koennten die Staemme befallsfrei in hohe Lagen transportiert werden, waere der Befallsdruck durch holzentwertende Insekten dort deutlich geringer als in den Niederungen.