Titel
Risiken und Naturgefahren auf Windwurfflaechen : Entwicklung von Windwurfflaechen in der Schweiz. : Erste Forschungsergebnisse, Beobachtungen und Erfahrungen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1995
Illustrationen
5 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200028818
Quelle
Abstract
Fuer die Behandlung von zukuenftigen Windwurfflaechen, auf welchen Naturgefahren eine wichtige Bedeutung haben, stellt sich die Frage nach der Art der Behandlung. Soll die ganze Windwurfflaeche geraeumt werden, soll nur ein Teil geraeumt werden, oder soll sie im urspruenglichen Zustand belassen werden? Dazu sind die folgenden Betrachtungen angezeigt: 1. Falls die geworfenen Baeume einigermassen stabil und nicht laengs der Fallinie liegen, ist ohne weitere Eingriffe fuer die ersten Jahre nach dem Sturmereignis ein guter Schutz gegen Naturgefahren gegeben. 2. Wenn grossflaechig geraeumt wird, verschaerft dies durch die zusaetzlichen Bodenverwundungen rasch und ausgepraegt die Gefahr von Erosion und Steinschlag sowie die Gefahr von Lawinenanrissen. Lawinenanrissgebiete beispielsweise oberhalb von Siedlungen muessen auf geraeumten Flaechen temporaer verbaut und forstlich saniert werden, um die notwendige Sicherheit zu erreichen. 3. Beim Verzicht auf eine flaechige Raeumung duerfte die Schutzwirkung gegen Naturgefahren auf vielen Windwurfflaechen ausreichen. Auf nicht genuegend schutzwirksamen Teilflaechen kann der Schutz vor Naturgefahren gezielt mit wenig aufwendigen Massnahmen verbessert werden, etwa mit der Stabilisierung einzlener Staemme oder dem Bau von Lawinen-, Steinschlag- oder Erosionsschutzwerken. Es bestehen gute Chancen, in nicht extremen Gebieten die Schutzwirkung gegen Naturgefahren durch die liegenden Staemme so lange aufrechtzuerhalten, bis die aufkommende Verjuengung oder Pflanzung die Schutzaufgaben uebernehmen kann. 4. Um Folgeschaeden durch Borkenkaefer nach Waindwuerfen moeglichst gering zu halten, sollen Streuschaeden sowie kleine und mittlere Windwurfflaechen, welche vor dem Ausfliegen einer ersten Buchdruckergeneration aufgeruestet werden koennen, prioritaer behandelt werden. So kann das Befallsrisiko in den Nachbarbestaenden verringert werden.