Titel
War Mitteleuropa urspruenglich eine halboffene Weidelandschaft oder von geschlossenen Waeldern bedeckt?
Verfasser
Erscheinungsjahr
1995
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200028788
Quelle
Abstract
In ganz Mitteleuropa, auch in den trockeneren Gebieten mit weniger als 800 mm Jahresniederschlag, betragen die Baumpollenwerte im Holstein- und Eem- Interglazial stets ueber 90% der Pollensumme. Auch in der optimalphase des Holozaens liegen sie bei ueber 90% der Pollensumme, und Bluetenstaub von Arten beweideter bzw. beaester Vegetation fehlt praktisch vollkommen. Erst mit der Neolithisation treten neben den Getreidepollen auch die Arten offener Vegetation haeufiger auf. Dies spricht eindeutig dafuer, dass Mitteleuropa vor Beginn des Ackerbaus ein geschlossenes Waldland war. Dass Mitteleuropa urspruenglich von dichten Waeldern bedeckt war, steht in Uebereinstimmung mit der geschlossenen Bestandesstruktur, die in den Relikten urspruenglicher, temperierter Fallaubwaelder beobachtet wurde und die besonders gut aus dem atlantischen Nordamerika ueberliefert ist.