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  • Titel
    Waldbau - Strategie angesichts eines "Eichensterbens"
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    20 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200027135
  • Quelle
  • Abstract
    Waldbauliche Behandlungsalternativen in von einem "Eichensterben" betroffenen Mittelwaeldern des niederoesterreichischen Weinviertels werden anhand von Szenarien der Altersklassenentwicklung beurteilt. Die Grundlage der Berechnungen bilden Ergebnisse einer regionalen Schadinventur ueber die Mortalitaet von Eichen und Forsteinrichtungsdaten des Reviers Asparn a. d. Zaya. Bei Anhalten der Krankheit gehen Anteil und oekonomische Nutzbarkeit der Eiche unabhaengig von der waldbaulichen Behandlung weitgehend verloren. Eine Umtriebszeiterhoehung ist bei Anhalten der Schaeden zumindest in den naechsten 40 Jahren sinnvoll. Durch ausschliessliche Verjuengung mit Eiche kann bei hohem Aufwand und geringen Ertraegen keine ausgeglichene Altersstruktur erhalten oder geschaffen werden. Ein Uebergang zum Niederwald ist kurzfristig realisierbar, bei Krankheitsabschwaechung aber reversibel. Kaum reversibel ist auch vollstaendiger Baumartenwechsel bei zugleich schwieriger oekologischer Folgenabschaetzung. Die Variante eines teilweisen Baumartenwechsels unter Beibehaltung der Betriebsart Mittelwald kombiniert Aufwands- und Risikominimierung, erhoeht die Flexibilitaet und schafft die zur Bewaeltigung moeglicher Umweltaenderungen voraussichtlich noetige Vielfalt. Es wird gezeigt, dass angesichts der Dynamik der Entwicklungen der traditionelle waldbauliche Zielfindungs- und Planungsprozess nicht anwendbar ist. Natuerliche Waldgesellschaften sind angesichts ihrer moeglichen raschen Aenderung als Basis der Zielsuche ungeeignet, das Bestockungsziel als zentraler waldbaulicher Planungsinhalt erfordert einen Planungszeitraum (Umtriebszeit), der durch rasche Umweltaenderungen unabschaetzbar werden kann. Adaptiver Waldbau im Sinne eines strategischen Konzepts zur optimalen Vorbereitung auf unterschiedlich wahrscheinliche zukuenftige Entwicklungen und zur optimalen Anpassung an jeweils eintretende Entwicklungen wird vom Autor als geeignetes und notwendiges Mittel zur Bewaeltigung rasch evoluierender Umweltbedingungen erachtet.