Titel
Eingriffharvester in der Nadelschwachholzernte. Einsatzerfahrungen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4223
Datensatznummer
200026918
Quelle
Abstract
Der Eingriff-Kleinharvester Biber ist in seiner Klasse ein weitgehend technisch ausgereiftes, leistungsfaehiges und bestandespflegliches Aufarbeitungssystem aus inlaendischer Produktion. Sein Einsatzfeld sind befahrbare Nadelerst- und -zweitdurchforstungsbestaende im BHD-Bereich von 12-20cm fuer mechanisierte Anlage von Rueckegassen und die selektive Durchforstung der Kranzone beidseitig bis zu einer Tiefe von 6m. Auf druckunempfindlichen Standorten und in Bestaenden mit nicht oberflaechennahen Wurzelnetzen (Kiefer, Laerche, Dgl.) kann ueber Hilfslinien eine bestandes- und bodenschonende Holzernte zu guenstigen Aufarbeitungskosten erreicht werden. Wie bei allen Eingriffharvestern ist derzeit bei den erzielbaren Industrieholzpreisen keine Kostendeckung in Erstdurchforstungsbestaenden erreichbar. Im Vergleich mit den anderen Kleinharvestern ist das stabile Traegerfahrzeug, die Wendigkeit, die kompakte Bauweise, Standfestigkeit und Leistungsfaehigkeit hervorzuheben. Nachteilig ist die nicht sehr geraeumige Fahrerkabine und die mangelnde Bodenfreiheit. Trotz der fuer seine Klasse guten Kranreichweite von 7,4m wird seine kuenftige Bedeutung, wie die aller Kleinharvester, von der Akzeptanz des Hilfslinieneinsatzes zur kostenguenstigen, vollflaechig mechanisierten Aufarbeitung durch den Waldbesitz abhaengen, aber auch von der neuen Generation "mittelgrosser Eingriffharvester" (z.B.FMG Timberjack 870, Rottne 5000 etc.), die mit 10m weitreichenden Harvesterkraenen und groesseren Harvesterkoepfen fuer die Zweit- und Drittdurchforstungen ausgestattet sind, und nicht zuletzt von der Preisentwicklung der Industrieholzsortimente.