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  • Titel
    Zur Allgemeinen Hydrologie im Lehrforst Rosalia
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Illustrationen
    5 Abb., 3 Tab., 17 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200026846
  • Quelle
  • Abstract
    Die hydrologische Situation des Lehrforstes Rosalia wurde in den Jahren 1986- 1989 grossraeumig im Einzugsgebiet des Grasriegelgrabens untersucht. Daneben wurden 1988/89 kleinraeumige Untersuchungen zum Bodenwasser und zum Wasserhaushalt von Baeumen auf einer Testflaeche am Heuberg durchgefuehrt. Die Wasserbilanz zeigt Defizite waehrend der Vegetationsperiode und Ueberschuesse im Winter und Fruehjahr. Durch die dichte Bewaldung und die sommerlichen Feuchtedefizte entsteht auch bei intensiven Niederschlaegen nur wenig direkter Oberflaechenabfluss. Die Abflussbeiwerte sind mit 0,01 - 0,015 eher niedrig, der maximale Abflussanteil bei und nach Starkregen wurde mit maximal 20% geschaetzt. Die mehrjaehrige Wasserbilanz weist einen Abflussanteil von 18 - 25% und eine Evapotranspiration von 75 - 82% auf. Die Bodenwasserversorgung weist sowohl hinsichtlich der bei Feldkapazitaet gespeicherten Mengen als auch bei Verlusten (Gravitationswasser, Nutzung durch Bestand und Evapotranspiration) starke Standortsunterschiede auf. Die Kleinmorphologie bewirkt innerhalb eines Bodentyps aehnliche Variationen in der Bodenwasserversorgung wie zwischen unterschiedlichen Bodentypen. Muldenlagen sind durch permanente Hangwasseranreicherung gekennzeichnet, Kleinmulden im Hangbereich werden episodisch bei Starkregen durch Oberflaechenabfluss angereichert. Die Bodenwasserwerte aif der Testflaeche Heuberg zeigten im A-Horizont einen ausgepraegten Jahresgang, im B- und C- Horizont tritt die standoertliche Differenzierung verstaerkt hervor. Untersuchungen des Wasserhaushaltes von 100jaehrigen Fichten auf unterschiedlichen Kleinstandorten lassen vermuten, dass Trockenstress keine wesentliche Ursache fuer die Waldschaeden in diesem Gebiet sein kann. Eher koennte die Adaption des Bestandes an die lokale Wasserversorgung ein zusaetzlicher Risikofaktor fuer Schaedgung sein.