Titel
Das forstliche Einzugsgebiet Grasriegelgraben-Trenkgraben-Mittereckgraben im Rosaliengebirge. Abflussverhalten 1983-1988
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
4 Abb., 2 Tab., 21 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200026727
Quelle
Abstract
Im Rosaliengebirge wurde ein 232 ha grosses Einzugsgebiet hydrologisch untersucht. Das Gebiet liegt zwischen 410 m und 690 ue. NN. Die Jahresniederschlaege schwanken zwischen 600 u. 700 mm. Das Maximum der Niederschlaege faellt im Monat Juni. Von April bis August treten Starkregen mit maximalen Tagesniederschlaegen von 30 - 110 mm auf. Der geologische Untergrund besteht auf zwei Drittel der Flaeche aus Grobkorngneis, der Rest aus Glimmerschiefer. Die Bodentypen Braunerde, Parabraunerde, Pseudogley und Semipodsol bis Ranker herrschen vor. Fast 50% der Flaeche des Einzugsgebietes sind mit Bestaenden aus 3-4 Hauptbaumarten (Buche, Fichte, Tanne, Laerche oder Kiefer) bestockt. Die Hauptbaumarten der restlichen Bestaende sind Buche und Fichte. Das Abflussverhalten des Einzugsgebietes zeigt von 1983-1988 zusammenfassend folgende Charakteristika: - eine schnelle Reaktion auf Niederschlaege, - ein Erreichen des urspruenglichen Basisabflusses nach 3-5 tagen nach Einzelniederschlaegen bis 30 mm waehrend der Vegetationszeit - saetzlicher Abfluss nach Niederschlaegen - gegenueber dem Basisabfluss vor dem Ereignis - von maximal 2,1 %. Der zusaetzliche Abfluss wurde bis 24 Stunden nach dem letzten 1/2-Stunden-Niederschlag berechnet. - minimale Abflussraten von 2,1 l/s (0,009 l/s/ha) und maximale Abflussraten von 298,4 l/s (1,3 l/s/ha), - maximale Tagesabflussraten von 4100 m3 (1,77 mm), - minimale Monatsabflusssummen von 7939 m3 (3,4 mm) und maximale Monatsabflussummen von 71810 m3 (30,9), - ein Anteil der Evapotranspiration on etwa 80 % und des Abflusses von etwa 20 % an den Niedeschlaegen. - charakteristische Formen der Abflussganglinien (plateauartige, abgeflachte, stufenfoermige, annaehernd lineare und ueberlagerte Abflussereignisse). Der Abfluss im Tagwassersystem kommt zum groessten Teil durch vertikale Verdraengungsprozesse im Boden zustande. Der Verdraengungsprozess (Austausch) resultiert aus dem Druck des "neuen" Wassers aus den Niederschlaegen im Oberboden auf das bereits im Boden vorhandene Wasser.