Titel
Knospenkennzahl einjaehriger Lärchensaemlinge in Abhängigkeit von Ernährung und Anpassung an die Dauer der Vegetationszeit im Versuchsgarten Mariabrunn
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
5 Abb., 7 Tab., 19 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200026664
Quelle
Abstract
In einem Freilandversuch wurde die Knospenkennzahl, als Masszahl fuer den Anpassungsgrad einer Saemlingspopulation an die Dauer einer nach zunehmender Seehoehe verkuerzten Vegetationszeit, von einjaehrigen Laerchensaemlingen erfasst, wobei die ernaehrungsbedingte Variationsbreite an Nachzuchten unterschiedlicher Seehoehenherkunft das Ausmass der Beeinflussbarkeit genetisch gesteuerter Reaktionen zeigen soll. Fuer die gewaehlte Versuchsanordnung ueberwog der Einfluss der Art der Ernaehrung auf die Varianz der Knospenkennzahl gegenueber der herkunftsbedingten Verschiedenheit. Damit unterschied sich das Wachstumsverhalten der Laerchensaemlinge sehr eindeutig von der entsprechenden Varianzverteilung bei Fichtensaemlingen, die bei aehnlicher Versuchsanordnung einen ueberragenden Einfluss der Herkunft mit nur geringen ernaehrungsbedingten Schwankungen zeigten. Es erscheint somit notwendig, bei der Beurtilung der Knospenkennzahl von Laerchensaemlingen die Ernaehrungsbedingungen staerker zu beruecksichtigen, als es bei Fichtensaemlingen erforderlich ist. Die herkunftsgebundene Differenzierung zeichnet sich bei unguenstiger Ernaehrung wesentlilch deutlicher ab als bei optimalen Anzuchtsbedingungen. Auch dieses Verhalten steht im Gegensatz zu den Reaktionen, die an Fichtensaemlingspopulationen beobachtet wurden, deren Differenzierung gerade bei guenstigem Naehrstoffangebot am besten sichtbar wird. Dieser Unterschied zwischen den beiden Baumarten ist vor allem in der unterschiedlichen Empfindlichkeit, mit der Hochlagenherkuenfte auf das Ernaehrungsangebot reagieren, zu suchen. Diese Empfindlichkeit ist bei Hochlagenfichtensaemlingen wesentlich geringer als bei Laerche und auch die Beziehung zwischen Empfindlichkeit und Seehoehe ist bei Fichte erheblich enger. Die in der Knospenkennzahl der Laerche ausgedrueckte Wachstumsdauer wurde mit Nadelspiegelwerten in Beziehung gesetzt, wobei fuer die Stickstoffgehalte und das K/Ca-Verhaeltnis signifikante Korrelationen errechnet wurden. Diese sind bei Rueckschluessen von der Knospenkenzahl auf die Anpassung an bestimmte Seehoehenbereiche zu beruecksichtigen. Da jedoch mit zunehmender Nadelalterung durch Rueckwanderungs- und Auswaschungs- bzw. Aanreicherungsvorgaenge Aenderungen in den Naehrstoffkonzentrationen eintreten, ist auch ein Zusammenhang mit dem unterschiedlichen Abschlussverhalten der Herkuenfte gegeben.