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  • Titel
    Zur Frage der natürlichen Waldgesellschaften und anthropogenen Waldveränderung im mittleren Mühlviertel (Oberoesterreich) : Pollenanalytische Untersuchungen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1980
  • Illustrationen
    22 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200026597
  • Quelle
  • Abstract
    Die pollenanalytische Auswertung von 5 Moorprofilen ermoeglichte, die Rekonstruktion der Waldentwicklung der letzten 1000 Jahre. Die Parallellisierung der Diagramme erfolgte mit Hilfe von Gipfelwerten der Nichtbaumpollen und Kulturzeiger, ihre absolute zeitliche Einstufung auf Grund von Hinweisen aus der Besiedlungsgeschichte. Zu Beginn des menschlichen Einflusses stockten bis auf ca. 600m Eichen-Buchen- und Buchen- Tannenwaelder, oberhalb Buchen-Tannen- und Fichten-Tannen-Buchenwaelder. Die Kiefer war selten, nur oertlich mitunter haeufiger. In den tieferen Lagen fuehrten seit dem 13. Jahrhundert aufeinanderfolgende kleinere Eingriffe zur fortschreitenden Abnahme von Tanne und Buche (eiche), waehrend sich die Kiefer immer staerker ausbreitete. In den hoeheren Lagen blieb der Naturwald bis zu Grosskahlschlaegen an der Wende von 18. zum 19. Jahrhundert im wesentlich unberuehrt. Ausschlaggebend fuer die Entstehung des Kieferngebietes des Muehlviertels war, dass der langdauernde anthropogene Einfluss hier zur Bodendegradation fuehrte. Dagegen ist der heutige hohe Mischungsanteil der Fichte in den hoeheren Lagen sowohl menschlich als auch natuerlich bedingt.