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  • Titel
    Die Verteilung der Feinwurzeln von Steineibe (Podocarpus lambertii) und schmalblättrigen Araucaria (Araucaria angustifolia)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1978
  • Illustrationen
    15 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200026459
  • Quelle
  • Abstract
    Ueber systematische Entnahme von zylinderfoermigen Bodenproben um 3 Podocarpus- und 5 Araukarienexemplare herum wurde versucht, Anhalte ueber die vertikale (6 Proben je Baum) und horizontale (70-180 Proben je Baum, je nach seiner Dimension) Feinwurzelverteilung zu erhalten. Die Durchwurzelungsintensitaet wurde mit Hilfe des Wurzelgewichtes je Bodenvolumeinheit angesprochen, wobei fuer die vertikale Verteilung die Sichten von 0-5, 6-10 und 11-25 cm des Mineralbodens, und fuer die horizontale Verteilung nur die von 0-5 cm beruecksichtigt wurde. Es wurden groessere Baeume aus Naturwaeldern (gelegen in Sao Franciso de Paula und Nova Prata, am Hochland von Rio Grande do Sul) untersucht. Die Untersuchung zeigte, dass die vertikale Verteilung der Feinwurzeln bei Araukarie und Podocarpus ein wenig unterschiedlich ist, wobei erste eine maximale Wurzelkonzentration in den ersten 5 cm hat, waehrend Podocarpus auch in den darunterliegenden 5 cm noch sehr grosse Feinwurzelmengen hat. Unterhalb von 10 cm aber wird das Feinwurzelvorkommen minimal. Diese Verringerung der Feinwurzelmenge stimmt gut mit den mittleren Gehalten der organischen Substanz in den entsprechenden Bodenschichten ueberein. Die Tests zur Untersuchung der Horizontalwurzelverteilung zeigten, dass die Durchwurzelungsintensitaet am besten mit dem relativen Abstand korreliert ist, wobei der Radius der Kronenprojektion mit 100% angenommen wird. Diese lineare Korrelation zeigte sicht allen anderen getesteten Formen ueberlegen, sogar der Beruecksichtigung der Bodendichte; das beste Resultat ergab sich, wenn alle jene Beobachtungen, wo in einem Umkreis von wniger als 5 m eine andere Kronenprojektion eines Baumes derselben Art vorkam, zur Berechnung der Regression ausgeschlossen wurde. Schon das zeigte, dass die Wurzeln bei weitem den Bereich der Kronenausdehnung ueberschreiten. Im Mittel betrug fuer beide Holzarten das theoretische Vorkommen (berechnet ueber die Regression) der Wurzeln bis zu Abstaenden von mehr als zweimal den Radius der Kronenprojektion (fuer Araukarie 212,4 % und Podocarpus 228,5 %). Beruecksichtigt man auch noch die individuellen Durchwurzelungsintensitaeten, die bei Araukarie immer groesser waren, so sieht man, dass in den obersten 5 cm des Bodens die Araukarie 45,6 % der Feinwurzelmasse innerhalb der Kronenausdehnung hatte, der Podocarpus 40,7 %. Diese Tatsache stimmt mit dem Grossteil der bei der Literaturuebersicht gefundenen Behauptungen ueberein, dass die Baeume grosse Durchwurzelungsbereiche haben, die eine gegenseitige Durchdringung der Wurzelsysteme verursachen. Die Unterschiede der vertikalen Durchwurzelung von Araukarie und Podocarpus zeigen, dass durch ein gemeinsames Vorkommen der beiden Arten eine bessere Bodenausnuetzung gegeben ist, was auch von Assoziationen anderer Arten bekannt ist.