Titel
Mykorrhiza-Untersuchungen in österreichischen Douglasienbeständen
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1977
Illustrationen
30 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200026359
Quelle
Abstract
In verschiedenen oesterreichischen Douglasienbestaenden und in Pflanzgaerten wurden Mykorrhiza-Untersuchungen begonnen, um Grundlagen fuer eine Impfung von Anzuchtsubstraten dieser amerikanischen Holzart zu bekommen. Die Douglasie bildet mit einheimischen Pilzen Mykorrhizen; zum Grossteil mit denselben Arten oder mit Vertretern von Gattungen, die aus dem natuerlichen Areal als Douglasienbegleiter bekannt sind. In Pflanzgaerten bildet die Douglasie - entsprechend dem Angebot an Pilzen - haeufig spezifische Mykorrhizatypen aus, die sich von denen anderer Holzarten unterscheiden. Rassenunterschiede bei der Douglasie duerften sich auch in der Ausbildung der Mykorrhizen bemerkbar machen, doch koennen sie ueberdeckt werden durch oekologische Unterschiede, bedingt durch die Beschaffenheit und die wechselnde Pilzpopulation der Boeden. Es wurde eine grosse Anzahl verschiedener Mykorrhizatypen festgestellt. Erste Anhaltspunkte fuer eine Reihung nach ihrer Leistungsfaehigkeit fuer die Pflanze wurden gefunden: 1. Durch zeitliche Unterschiede in der Mykorrhizabildung beziehungsweise Unterschiede in der Schnelligkeit der Mykorrhizadifferenzierung. 2. Durch Respirationsmessungen, die eine deutliche Beziehung zwischen Zartheit und Ausbildung des Pilzmantels und Atmungsintensitaet erkennen liessen. Ein Testversuch mit Impfung hat bei zweijaehrigen Pflanzen zunaechst Unterschiede im Sprosswachstum von etwa 50% erbracht. Demnach ist anzunehmen, dass bei Anwendung geeigneter Pilze das Wachstum von Douglasien bei der Anzucht verbessert werden kann.