Titel
Die Nebenwirkung von Dimilin auf Bienen - eine Untersuchung anlässlich einer Flugzeugapplikation im Forst
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1977
Illustrationen
6 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200026336
Quelle
Abstract
Bei einer versuchsmaessige Bekaempfung der Kleinen Fichtenblattwespe (Pristiphora abietina) auf einer Flaeche von 100 ha mit dem Praeparat Dimilin (PH 60-40) in der Umgebung von Mureck (Steiermark) wurde auch die Wirkung auf zwei Bienenvoelker untersucht, da die Ausbringung dieses Insektizides genau in die Waldhonigtau-Haupttracht fiel. Dabei konnte festgestellt werden, dass je Generation 1,2-1,8% aller Rundmaden innerhalb des 1.-4. Haeutungsstadiums abstarben. Die ersten Brutschaedigungen konnten erst 11 Tage nach der Dimilin-Ausbringung (6 Tage nach Frischbestiftungen) in Form abgerutschter Larven erkannt werden. Ihre negative Auswirkung konnte ueber 3 Generationen verfolgt werden. An Larven, die das Streckmaden-, Vorpuppen- oder Puppenstadium erreicht hatten, konnten keine Dimilin- Schaedigungen beobachtet werden. Krueppelwuchs war an frisch geschluepften Arbeiterinnen aeusserlich nicht zu erkennen. Auf Grund der niedrigen taeglichen Fallbienenanzahl, worin sich nur Sammlerinnen befanden, kann ein Dimilin-Einfluss auf Imagines ausgeschlossen werden. Die beiden verschiedenen Konzentrationen von Dimilin machten bei der Brutschaedigung, wie erwartet, keine Unterschiede, da die Sammlerinnen beider Voelker infolge des geringen Abstandes ihrer Aufstellungsorte in beiden aneinandergrenzenden Dimilin-Versuchsflaechen ihrer Sammlertaetigkeit nachgingen und das ein Volk in der Versuchsflaeche mit niedrigerer Dimilin-Konzentration ausserdem mehr Sammlerinnen fuer den Einsatz zur Verfuegung hatte. Von der Volksstaerke und dem Honigertrag her betrachtet, war auch bei den umliegenden (und daher betroffenen) Bienenstaenden keine Beeintraechtigung feststellbar.