Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Zur Geschichte der Hochlagenwälder in den Seetaler Alpen (Steiermark) : Eine pollenanalytische Untersuchung des kleinen Moores im Winterleitenkessel
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1975
  • Illustrationen
    18 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200026271
  • Quelle
  • Abstract
    Ein kleines Moor im Bereich der heutigen Waldkrone der Seetaler Alpen (Winterleitenkessel, 1850 m) wurde pollenanalytisch untersucht und durch zwei 14C-Bestimmungen datiert. Pollenkurven und zahlreiche Grossrestfunde beweisen, dass vom Beginn der Moorbildung um etwa 5000 v.Chr. an bis weit in Aeltere Subatlantikum (um 500 n.Chr.) ein Fichtenwald in der Umgebung und auf dem Moor selbst geherrscht hat. Erst dann breitete sich die Zirbe, die seit dem Spaetglazial vorhanden war, stark und bestandbildend in dieser Hoehenlage aus, erst mit Einsetzen des starken menschlichen einflusses (Alpweiderodung) auch die Laerche. In juengster Zeit rueckt besonders der Zirbenwald wieder vor. Zeitweise betraechtlicher Weitflug zeigt eine starke Beteiligung der Buche an den montanen Waldgesellschaften schon in der Mittleren Waermezeit an, waehrend die Tanne lange Zeit auch an den Hochlagenwaeldern beteiligt gewesen sein duerfte. Eine fruehe (La Tene- zeitliche) Almwirtschaft waere aufgrund der Kulturpollenfunde moeglich, stark setzte sie aber erst in der Neuzeit ein. Ein Rohhumusprofil laesst die Entwicklung eines natuerlichen, heute bis 300jaehrigen Zirbenwaldes nach Brand ueber eine Zwergstrauchheide erkennen.