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  • Titel
    Modell und Wirklichkeit : Kritische Anmerkungen zu einem Computerprogramm fuer die optimale Rohholzausformung
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1974
  • Illustrationen
    7 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200026222
  • Quelle
  • Abstract
    Es wird davon ausgegangen, dass ein zur Entscheidungsfindung eingesetztes Computerprogramm ein Abbild des realen Entscheidungsprozesses sein soll und die wichtigsten Elemente und Beziehungen der Entscheidungssituation strukturadaequat wiedergeben muss. Der Zusammenhang zwischen Modell (Abbild) und Wirklichkeit und die Grenzen der Modellanwendung werden kanpp aufgezeigt. Eine kritische Ueberpruefung des Modells an der Wirklichkeit und die Herausarbeitung und Interpretation aller Implikationen und Modellpraemissen wird gefordert. An einem Computerprogramm fuer die optimale Rohholzauformung von Glueck und Koch wird gezeigt, dass die Anwendung eines OR-Verfahrens auf die Loesung eines Entscheidungsproblemes der in den entsprechenden Publikationen unterlassenen kritischen Reflexion der Implikationen unbedingt bedarf, es werden einige Konsequenzen dieser Unterlassung herausgearbeitet, und es wird demonstriert, dass zahlreiche Unterstellungen des Programms von der Wirklichkeit abweichen und zum Teil unzulaessig sind, weiters, dass das dem Programm zugrunde liegende Entscheidungsverfahren und die gewaehlte Zielformulierung zu Nachteilen in mehrfacher Hinsicht fuehren. Die sich aus den Rechenschritten und der Zieldefinition - als sekundaeres Entscheidungskriterium - ergebende Durchmesserorientierung is voellig unrealistisch. Hinzu kommt, dass der Baumstamm nicht hinreichend exakt im Modell erfasst wird. Von den von Glueck und Koch beispielhaft angegebenen Mehrertraegen bleibt nach Ausraeumen der Implikationen kaum etwas uebrig. Die fuer die Anwendung des Programmes erforderlichen Investitionen sind nicht rechtfertigbar. Weiters wird auf die Problematik der isolierten Optimierung eines Teilbereiches aus einem logisch zusammenhaengenden Prozess hingewiesen und festgestellt, dass die dort vorgenommene Teiloptimierung mit den Oberzielen nur in Sonderfaellen uebereinstimmen kann. Abschliessend werden einige Perspektiven fuer einen sinnvollen Ausbau des derzeit unrealistischen und daher praktisch nicht verwendbaren Programms aufgezeigt, Voraussetzung einer Anwendung ist ein Einsatz im Grossaegewerk und eine Ausrichtung der Ausformung nach dem Zopf beim Saegeholz.