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  • Titel
    Wo steht die Waldwachstumsforschung heute? Denkmuster-Methoden-Feedback
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    13 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200025983
  • Quelle
  • Abstract
    Die Veraenderung der Wuchsbedingungen durch Nutzung, Stoffeintrag und Klimaaenderung, der Uebergang zu Mischbestaenden und das erweiterte Nutzungsinteresse am Wald fordern die Waldwachstumsforschung zu einem Paradigmenwechsel heraus. Dieser laeuft hinaus auf eine Auffassung vom Wald als hierarchisches, offenes dynamisches System, das raeumlichen Charakter hat, durch ein Netz von Regelkreisen mit Anpassungsfaehigkeit ausgestattet ist und an dem uns ein ganzer Vektor von Zustands- und Output-Variablen interessiert. Erst durch konsequente Uebernahme einer solchen komplexeren Systemvorstellung vermag die Waldwachstumsforschung forstwirtschaftliche und umweltpolitische Entscheidungstraeger wieder mit bestaendigen quantitativen Informationen ueber Waldzustand, Handlungs- und Entwicklungsalternativen zu versorgen. Voraussetzung ist eine Umsetzung dieser Systemvorstellung auf allen Stufen der Waldwachstumsforschung, vom Versuchsdesign ueber die Messung bis zum Modell. Auch das Feedback von Information zwischen Wissenschaft und Praxis wird kuenftig nicht mehr ueber ein Kompendium von Ertragstafeln moeglich sein. Entscheidungstraeger muessen mit einfach zu bedienenden Computermodellen ausgestattet werden, in denen der aktuelle Wissensstand zum Waldwachstum verdichtet ist. Am Prototyp eines solchen Wuchsmodells werden beispielhaft Konzeption und Einsatzmoeglichkeiten einer neuen Generation von Informationssystemen skizziert. Ausgangspunkt ist eine Modellvorstellung vom Waldbestand, die zunaechst nur die wichtigsten Triebkraefte einbezieht und nah an praxisrelevanten Eingabe- und Ausgabegroessen bleibt, mit fortschreitendem Wissen in der Beschreibung aber prozessnaeher wird.