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  • Titel
    Die Steppenvegetation des Vinschgaues
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1981
  • Illustrationen
    2 Abb., 3 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4513
  • Datensatznummer
    200025957
  • Quelle
  • Abstract
    Der 500 - 700 m breite, ca. 40 km lange Steppengürtel des Vinschgaues spiegelt das Bild einer rücksichtslosen Raubwirtschaft wider. Die ausgeprägte Trockenvegetation ist eine floristische Besonderheit im zentralalpinen Bereich und eine charakteristische Vegetationsform des Vinschgaues. Trotz der engen floristischen Beziehung und der weitgehenden Übereinstimmung in der Struktur der Pflanzenbestände, ist der Vinschgauer Trockenrasen nicht ein Miniaturbild der makroklimatisch bedingten russischen Steppe. Die während einer postglazialen Wärmezeit aus SO und SW eingewanderten Steppenpflanzen erhalten sich hier auf Grund der kleinklimatischen Eigenwerte und der extremen und daher selektiven Standortsverhältnisse. Nur anatomisch bestausgerüstete, hitze- und kälteresistente Arten können unter den erschwerten Bedingungen - Niederschlagsarmut, Temperaturschwankungen und Frostwechselerscheinungen. Starke Strahlungsintensität, extreme Sonnen- und Windexposition, flachgründige, nährstoffarme Erosionsböden, intensive Beweidung - leben. Der Faktorenkomplex bedingt die offene, lückenhafte Struktur der Vegetationsdecke, Artenarmut und gestörte Lebensaktivität. Dieser Steppencharakter ist besonders im übermäßig beanspruchten Weiderasen des mittleren und oberen Vinschgaues ausgeprägt. Im artenreichen Schonungsrasen innerhalb des Schwarzföhrenjungforstes entwickeln sich geschlossene Pflanzenbestände mit ungestörtem Entwicklungszyklus. In älteren Schwarzföhrenaufforstungen schwindet die Steppenvegetation, Die Benennung der Pflanzengesellschaften erfolgte nach ihrer Bindung an den Standort. Sie sind weitgehend durchmischt und wachsen ineinander über.