Titel
Vegetationskartierung in den ariden Hochanden Nordwest-Argentiniens
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1981
Illustrationen
6 Abb., 4 Tab., 1 Anh., 11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4513
Datensatznummer
200025947
Quelle
Abstract
Argentinien hat mit seinem äußersten NW noch Anteil an dem zentralandinen Puna-Hochplateau. Im Osten sind randlich tiefe Schluchttäler eingeschnitten, die die äußeren Beckensysteme zum Atlantik hin entwässern. Nach Westen schließen abflußlose Ebenen an, in deren Mitte sich ausgedehnte Salzseen gebildet haben. Über die zwischen 3500 und 4000 m hoch liegende Puna ragen N-S-streichende Gebirgszüge bis zu 5000 m, vereinzelt sogar über 6000 m auf. NW-Argentinien liegt im subtropischen Sommerregengürtel, wobei die Menge der fallenden Niederschläge stark von der Orographie beeinflußt wird. Im engeren Untersuchungsgebiet herrscht ein semiarides bis subarides klima. Wassermangel und Frostperioden begrenzen das Pflanzenwachstum und entscheiden über die Verteilung der sommergrünen Dornbusch- und Zwergstrauchsteppen. Azonal und auf den höheren Gebirgszügen spielen auch immergrüne Sträucher sowie ausdauernde Horst- und Rhizomgräser eine landschaftsprägende Rolle. Die menschliche Besiedlung dieser Gebirgssteppen ist gering. Die schon Jahrhunderte zurückreichende extensive Beweidung dürfte die Vegetation aber stark überprägt haben. Anhand von pflanzensoziologischen Aufnahmen in allen häufigen Pflanzengesellschaften, Geländeklima- und Bodenuntersuchungen auf der einen sowie topographischen Karten, Luftbildern, allgemeinen Klimadaten und einer intensiven Geländearbeit auf der anderen Seite wurde für das ca. 13.000 km2 große Untersuchungsgebiet eine Übersichtskarte im Maßstab 1 : 200.000 entworfen. ein charakteristischer Ausschnitt davon wurde im Maßstab 1 : 50.000 kartiert. Da weite Teile des Gebietes wegen schwieriger Geländeverhältnisse nur mit großem Aufwand an Zeit zu erreichen gewesen wären, mußte aus der Kenntnis der ökologischen Ansprüche der Gesellschaften und der Karten- und Luftbildinformation auf ihre Verbreitung geschlossen werden. Die wichtigsten dieser für aride subtropische Hochgebirge gültigen Korrelationen werden aufgezeigt.