Titel
Strukturvielfalt als Ergebnis waldbaulichen Handelns : Forum Genetik-Wald-Forstwirtschaft. 8. Arbeitstagung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
25 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200025887
Quelle
Abstract
Der Effekt waldbaulicher Massnahmen auf die raeumliche Heterogenitaet und Artendiversitaet von Waldbestaenden wurde bisher kaum auf quantitativer Grundlage untersucht. Ziel des Beitrags ist eine quantitative Untersuchung des Effektes, den waldbauliche Massnahmen auf die raeumliche Heterogenitaet und damit die Artendiversitaet von Waldbestaenden haben. Eine erste wichtige Grundlage hierfuer bilden Indizes, mit denen horizontales Baumverteilungsmuster, vertikales Artenprofil und Artendurchmischung zuverlaessig quantifiziert werden koennen. Ein zweites Hilfsmittel zur Nachbildung der raeumlichen Bestandesstruktur und Strukturdynamik bildet der Bestandeswachstumssimulator SILVA 2. Durch Ankopplung einer Programmroutine zur Strukturanalyse an den Bestandessimulator SILVA 2 entsteht ein flexibles Prognose- und Forschungswerkzeug, mit denen der Einfluss verschiedener Bestandesaufbauformen, Behandlungsregime und Standortbedingungen auf Holzertrag und raeumliche Bestandesstruktur untersucht werden koennen. In einer Serie von Simulationslaeufen werden die Einfluesse von Ausgangsstruktur (Einzel- und Gruppenmischung), Durchforstungsart (Nieder- und Hochdurchforstungsstaerke (schwach, maessig und stark) auf die raeumliche Struktur von Fichten-Buchen-Mischbestaenden durchleuchtet. Die Masszahlen fuer das horizontale Verteilungsmuster, das vertikale Artenprofil und die Durchmischung unterstreichen, dass insbesondere schwache bis maessige hochdurchforstungsartige Eingriffe eine wirksame Steuerungsmoeglichkeit zur Formung der Bestandesstruktur und Foerderung der Diversitaet bieten. Niederdurchforstungen wirken auf die raeumliche Bestandesstruktur eher homogenisierend. Die angestrebte Einbindung von Strukturaussagen in bisher ausschliesslich auf Holzertrag ausgerichtete waldwachstumskundliche Prognosemodelle eroeffnet Moeglichkeiten zur Abwaegung und Optimierung zwischen Produktions- und Stabilitaetsaspekten bei der Waldbehandlung.