Titel
Ueber die Bedeutung der Moose fuer die forstliche Standortskartierung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
3 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200025861
Quelle
Abstract
Wegen ihrer geringen Groesse koennen sich die Moose der Waldbodenvegetation an den meisten Standorten gegenueber den Gefaesspflanzen nur schwer behaupten. Eine Ausnahme stellen stark saure Boeden dar, auf denen sie oft eine dominierende Stellung einnehmen. Es wurde die Frage untersucht, welche Bedeutung den an sauren Standorten vorkommenden Moosarten bei der forstlichen Standortskartierung zukommt. Zu diesem Zweck wurde bei 24 makroskopisch zu erkennenden Arten das oekologische Verhalten gegenueber den wichtigen Standortsfaktoren Bodenfeuchtigkeit und Bodenaziditaet ermittelt. Nur wenige Moose sind streng an trockene Boeden gebunden. Oft sind an trockenen Standorten nur Arten vorhanden, die zwar diese bevorzugen, jedoch dem Feuchtigkeitsfaktor gegenueber eine relativ weite Amplitude besitzen. Sehr fein reagiert die Moosvegetation auf zunehmende Bodenfeuchtigkeit. So gibt es mehrere weit verbreitete Arten, mit deren Hilfe ziemlich genau beurteilt werden kann, ob ein Sandort als feucht oder nass einzustufen ist. Sie sind fuer die Standortskartierung von ganz besonderem Wert, da auf stark sauren Boeden zu den Gefaesspflanzen gehoerende Feuchtigkeitszeiger oft fehlen. Die meisten untersuchten Moosarten sind zuverlaessig Saeurezeiger. Einige von ihnen weisen jedoch gegenueber der Bodenreaktion eine relativ weite Amplitude auf.