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  • Titel
    Zur Analyse der genetischen Architektur von Waldbestaenden anhand raeumlicher Autokorrelationen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    44 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200025191
  • Quelle
  • Abstract
    Verschiedene Faktoren koennen eine Anhaeufung von genetisch identischen oder aehnlichen Baeumen innerhalb eines Bestandes bewirken. So kann der Genfluss durch geringe Pollen- und Samenverbreitung eingeschraenkt sein und zu nicht zufaelligen genetischen Architekturen fuehren. Demographische Faktoren, wie z.B. unterschiedliche genetische Strukturen in der Verjuengungsphase, koennen ferner eine nicht zufaellig ueber die Bestandesflaeche verteilte genetische Information verursachen. Migration neuer genetischer Varianten oder auch Mutation sind weitere evolutionaere Kraefte, die zu einer raeumlichen Struktur beitragen koennen. Darueberhinaus kann eine raeumlich differnzierte Selektion durch kleinstandoertliche Unterschiede bedingt sein. Zur Analyse der genetischen Architektur von Waldbestaenden wird der raeumliche Autokorrelationskoeffizient nach Moran vorgeschlagen. Es wird gezeigt, wie dieser Index berechnet wird und wie dessen Signifikanzpruefung erfolgt. Korrelogramme werden zur Darstellung raeumlicher Autokorrelationen verschiedener Distanzen verwendet. Fuer unterschiedliche Modellbestaende werden die genetischen Architekturen anhand des Morans Index quantifiziert. Experimentelle Befunde zur genetischen Architektur von nordamerikanischen Waldbestaenden werden kurz dargestellt. Die wenigen bisher existierenden Untersuchungen zur genetischen Architektur bei Waldbaumarten deuten an, dass bei Koniferen keine oder nur geringe Abweichungen von einer genetischen Zufallsverteilung vorliegen. Die Ausbildung von Gruppen aehnlicher oder identischer Genotypen scheint bei Laubbaumarten ausgepraegter zu sein. Befunde ueber genetische Architekturen europaeischer Waldbaumpopulationen liegen bisher noch nicht vor.