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  • Titel
    Der Einfluss der Durchforstung, des Kleinstandorts und der Durchmesserklasse auf die Befallsdynamik der Buchenwollschildlaus (Cryptococcus fagisuga) waehrend der Latenzphase
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    8 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200025135
  • Quelle
  • Abstract
    Innerhalb eines etwa 10ha grossen Ausschnittes eines natuerlichen altersklassenreichen Buchen-Edellaubholzvorkommens im suedniedersaechsischen Forstamt Kattenbuehl wurde von 1988 bis 1991 auf 6 Probeflaechen die Dynamik der Buchenwollschildlaus waehrend der Latenzphase in Abhaengigkeit von Austriebsgrad und Blattfall der Buche untersucht. Die jeweils korrespondierenden undurchforsteten und durchforsteten Probeflaechen (r = 15m) waren in 45- bis 55jaehrigen, aus Naturverjuengung hervorgegangenen Bestaenden mit unterschiedlicher Wasserversorgung (Tal-, Mittelhang- und Plateaulage) angelegt. Fuer die undurchforstete und durchforstete Flaeche in Mittelhanglage (Abb.1) wurde fuer saemtliche Baeume, getrennt nach den Durchmesserklassen < 10cm, 10cm bis 20cm, > 20cm der Austriebsgrad in Abhaengigkeit vom durchschnittlichen jaehrlichen Befall graphisch dargestellt (Abb.2). Aus den auf allen 6 Probeflaechen ebenfalls getrennt nach Durchmesserklassen ermittelten Daten wurde ein Wahrscheinlichkeitsbereich fuer die Beziehung zwischen Austriebsgrad der Buche und Befallsgrad durch die Laus abgeleitet (Abb.3). Er wird als Mass fuer die Stabilitaet des Systems Buche-Wollaus unter dem Gesichtspunkt der Rolle der Umweltkapazitaet diskutiert. Durchforstung bewirkt keine qualitative Aenderung des Kleinstandorteinflusses auf die Beziehung zwischen Buche und Laus sondern eine proportionale Verschiebung in den hoeheren Befallsbereich (Abb.4 und 5). Auf trockenen bis maessig frischen Kleinstandorten steigt in beiden Faellen der Lausbefall mit abnehmendem Austriebsgrad an, die Wahrscheinlichkeitsbereiche haben geringe Flaechenwerte. Auf frischen Kleinstandorten dagegen entspricht einem mittleren Befall ein Austriebsminimum, die Wahrscheinlichkeitsbereiche sind gross, hier scheint das System hinsichtlich eines moeglichen Befallsanstiegs besonders labil zu sein. Unabhaengig von der forstlichen Behandlung haben mitherrschende Buchen den hoechsten Befallsgrad (Abb.2).