Titel
Die Bedeutung des Lichtes für die Entwicklung und die Pigmentsynthese beim Austrieb der Fichte
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
11 Abb., 14 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200024516
Quelle
Abstract
Fichtensamen wurden unmittelbar oder 10 Tage nach der Aussaat, Zweige und ganze Bäume vor dem Frühjahrsaustrieb verdunkelt. Nach verschiedenen Zeitspannen wurde die Verdunkelung abgebrochen, und die Pflanzen wurden wieder d. Tageslicht ausgesetzt. Die Kotyledonen der unmittelbar nach der Aussaat verdunkelten Keimlinge waren grün, die Hypokotyle etioliert, Primärnadeln wurden nicht ausgebildet. Demgegenüber besassen Keimlinge, die vor der Vedunkelung 10 Tage dem Licht ausgesetzt waren, pigmentlose Primärnadeln. Ebenso pigmentlos waren neue Triebe verdunkelter Zweige und Bäume. Bei den Dunkeltrieben zeigten sich keine morphologischen Unterschiede im Vergleich zu den Lichtkontrollen, wenn nur einzelne Zweige eines Baumes verdunkelt wurden. Bei neuen Trieben ganz verdunkelter Bäume waren die Nadelabstände an der Basis vergrössert (Etiolement) und der Austrieb deutlich verzögert. Nach dem Ende der Verdunklung trat keine Schädigung der pigmentlosen Triebe durch das Tageslicht auf, alle Triebe wurden normal grün. Aus den Ergebnissen wird eine systematische Erfassung des Lichtklimas geschlossen. Das Signal für die morphologische Entwicklung (Photomorphogenese) wird auf verdunkelte Triebe übertragen, wenn grosse Teile des Baumes dem Tageslicht ausgesetzt sind. Für die Pigmentbiosynthese scheint eine solche Signalübertragung bei der Fichte nicht zu gelten.