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  • Titel
    Die Waldsteppen des pannonischen Raumes aus biogeographischer Sicht
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    8 Abb., 3 Tab., 78 Lit. Ang., De, Zfsg. De, En
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    11935
  • Datensatznummer
    200021725
  • Quelle
  • Abstract
    Einfuehrend werden die Begriffe Klimax bzw. klimazonale Gesellschaft in ihrem logischen Inhalt (konkretes Endstadium einer Sukzessionsreihe als zonologische Einheit vs. "Idealfall" der Vegetationsentwicklung fuer eine naturraeumliche, d.h. biogeographische Einheit) konsequent unterschieden. Die Waldsteppe des pannonischen Raumes wird hier - aus biogeographischer Sicht - als eine Art der Mosaiklandschaft aufgefasst, in der eine Heterogenitaet der Klimax-Stadien herrscht. Neben dem typischen Waldsteppensaum gibt es auch eine Reihe der Saumgesellschaften vom Hochstaudensaumcharakter, in welchen hochwuechsige Doldenpflanzen eine bedeutende Rolle pielen. Sogar in der montanen-subkarpatischen Stufe einiger Karstplateaus des nordoestlichen Mittelgebirges (Buekk-Gebbirge, N- ungariches Karst) befinden sich am Rande der Karstdolinen Waldsteppen- Saumgesellschaften von kuehlkontinentalem Charakter. Der Waldsteppencharakter - mit einer ausgesprochenen Mischfauna von unterschiedlichen Anteilen der verschiedenen Faunenkreise - zieht sich durch die ganze jungpleistozaene-holozaene Vegetations- und Faunengeschichte des pannonischen Raumes hindurch. Die zoogeographischen Elemente der Waldsteppen abzw. Trockenrasen des pannonischen Raumes weisen auch im rezenten Stadium einen hohen Grad chorologische Heterogenitaet auf. So scheint uns eher eine "Mehrphasentheorie" der Steppenelemente des pannonischen Raumes annehmbar zu sein. Eine vergleichende chlorogisch-phylogenetische Analyse mehrerer artenreicher Lepidoptern-Genera der ariden-semiariden Hochgebirge der Palaearktis beweist das hohe Alter der sog. Xeromontanelemente, deren expansive Vertreter sich auch in den Steppe- bzw. Waldsteppenlebensraeumen auszubreiten vermochten. Diese Tatsache bietet die Moeglichkeit zur Verallgemeinerung der sog. "Oesmatra-Theorie hinsichtlich zeitlicher und raeumlicher Dimensionen.