Titel
Photosynthese, EPR und neuartige Waldschaeden. In - Waldwirtschaft und Staatswald '89
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
5 Abb., De, Zfsg. De
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4223
Datensatznummer
200020714
Quelle
Abstract
Seit Fruehjahr 1983 wurden mit Hilfe der EPR-Spektroskopie Untersuchungen an gruenen, nach visuellen Gesichtspunkten intakten Fichtennadeln durchgefuehrt.Probenbaeume wurden aus verschiedenen Altersgruppen und Schadstoffen im Suedschwarzwald und im Schoenbuch ausgewaehlt.Durch Vergleich mit Chloroplasten ist die Lage und Form der Spektren, die auf die Photosysteme II bzw.I zurueckzufuehren sind, bekannt.Abweichungen von diesen Sollwerten werden fuer uns als Indikatoren zur Schaedigung der Elektronentransportkette benuetzt.Als drittes Merkmal wurde insbesondere bei Baeumen aus dem Suedschwarzwald ein intensives Mangansignal beobachtet, dessen Intensitaet unter Belichtung ansteigt.In Modellversuchen an intakten Fichtennadeln und Blaettern von Birken und Eichen wurde der schaedigende Einfluss von Chemikalien(Herbizide,Chlorkohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe und deren Metaboliten) auf die Elektronentransportkette nachgewiesen. Die dabei festgestellten Veraenderungen der EPR-Signale wurden in der gleichen Auspraegung bei Fichten am Aeulemer Kreuz gefunden. Diese Abweichungen waren ueber den gesamten Untersuchungszeitraum nicht konstant. Vielmehr waren die Baeume in der Lage, die Schaedigungen auszuheilen. Die durchgefuehrten Messungen haben gezeigt, dass die angewandte Untersuchungsmethodik zum fruehzeitigen Nachweis von Schaedigungen der photosynthetischen Primaerprozesse geeignet ist. Es erscheint daher sinnvoll, die bislang durchgefuehrten Messungen der luftgetragenen Schadstoffe (Schwefeldioxid,NOx) durch andere, z.B. oben naeher bezeichneten Chemikalien zu erweitern, mit dem Ziel, im engen zeitlichen Zusammenhang eine Ursache-Wirkungs-Korrelation aufzustellen.