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  • Titel
    Warum alte und nicht etwa die jungen Bäume, Sträucher oder Kräuter die ersten sind, die von Fremdstoffimissionen sichtbar geschädigt werden
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    9 Abb., 23 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2963
  • Datensatznummer
    200015268
  • Quelle
  • Abstract
    Die langjaehrigen Verunreinigungen der Atmosphaere durch die Industrie veraendern grossraeumig die Umweltbedingungen der Lebewelt. Die Baeume gehoren zu den ersten Organismen, welche direkt oder indirekt von den Luftverunrinigungsstoffen betroffen werden. Alles spricht dafuer, dass bei der Entstehung der Schadsymptome die bauminternen Systemeigenschaften, die mit dem Alter und den hohen Dimensionen der Baeume verbunden sind, eine wesentliche Rolle spielen. Der Wassertransport der hoch gewachsenen Baeume wird unzueichend, sei es durch die verminderte Wasseraufnahme im Boden, sei es durch die vergroesserte Blattranspiration. Die im Leit- und Sspeichersplint befindlichen Wasserreserven werden im Laufe der Vegetationsperiode verbraucht, wobei der Wassernachschub sehr langsam geschieht. Die bauminternen Naehrstoffreserven untrliegen ausserdem einer jahreszeitlichen Veraenderung. Im Fruehling, unmittelbar vor dem Blattaustrieb werden die Naehrstoffreserven mobilisiert und weitgehend verbraucht. Eine neue Vorratsbildung geschieht erst im Herbst. Man kann davon ausgehen, dass jede Veraenderung des Bodenchemismus sowie die saeurebedingte Blattauswaschung den bauminternen Mineralstoffhaushalt langfristig beeinflussen und beeintraechtigen kann. Ausserdem wurde auf eine moegliche Einwirkung der Seneszenz-Hormone hingewiesen, die eine alljaehrliche Samenbildung, Gestaltung der Blattflaechengroesse, vorzeitige Blattverfaerbung, haeufigere Kurztriebbildung und sichtbare Minderung des Hoehenwachstums bewirken.