Titel
Kiefern-Eichen-Mischbestaende - Ein Betriebszieltyp mit Zukunft?
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
2 Abb., 14 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200010686
Quelle
Abstract
Im Staatl. FoA Sellhorn, Naturschutzgebiet Lueneburger Heide, gibt es in der V. bis VIII. Altersklasse auf 47 ha Flaeche Kiefernmischbestaende mit Eiche. Mischbestaende dieser Art gefallen durch oekologische Vielfalt und Naturnaehe, ueberzeugen durch Stabilitaet und versprechen nachhaltigen Wertertrag. Anhand eines 120jaehrigen Mischbestandes (Abt. 117 c) wird der erntekostenfreie Erloes hergeleitet und methodisch Kiefern- wie Eichenreinbestaenden gegenuebergestellt. Auf Eichenstandorten ist die Eiche als alleinige Hauptbaumart gegenueber Mischungen mit Kiefer zu bevorzugen. Es wird aufgezeigt, dass Mischbestaende aus Kiefer und Eiche im standoertlichen Uebergangsbereich dieser Baumarten kuenftig ein Anbauspektrum erhalten koennen und dass sie aus sich heraus natuerlich zu verjuengen sind. In Kiefernkulturen oder Naturverjuengungen sollte natuerlich ankommenden Eichen groessere Aufmerksamkeit zuteil werden. Zur kuenstlichen Einbringung von Eichen wird auf das Einstufen von Eicheln oder das Pflanzen von Kleinpflanzen, Lohden und Heistern oder Kulturen wird empfohlen. In aller Regel duerfte eine Gatterung zur Sicherung der Mischung noetig werden. Im Vergleich zu Kiefern-Buchen-Mischbestaenden, die standoertlich alternativ in Frage kommen, weisen Kiefern-Eichen- Mischbestaende bei unterstellten vergleichbaren Wertertraegen eine groessere oekologische Vielfalt auf. Die ebenfalls standoertlich angepasste Douglasie wird als Fremdlaender im Naturschutzgebiet Lueneburger Heide nur wenig Bedeutung erlangen. Mischbestaende aus Kiefer und Eiche entsprechen auf geeigneten Standorten den oertlichen Anforderungen an den Wald: Stabilitaet, nachhaltiger Wertertrag, oekologische Vielfalt und Naturnaehe. Sie sind somit ein Betriebszieltyp mit Zukunft.