Titel
Ueber das Hoehenwachstum von Fichtenklonen in verschiedener Seehoehe
Paralleltitel
Differences in Height Growth of Clones of Norway Spruce (Picea abies (L.) Karst.) at Various Altitudes
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1980
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
673
Datensatznummer
200004747
Quelle
Abstract
Im Jahre 1973 wurden 3-jährige Stecklingspflanzen von 51 Fichtenklonen im Wipptal (Tirol) in 4 verschiedenen Höhenlangen (850, 1250, 1600 und 1900m) ausgepflanzt. Der Höhenzuwachs in den folgenden Jahren (1974 - 1977) war in 1250 m Seehöhe am größten. An der Waldgrenze in 1900 m betrug er nur 1/5 des Höchstwertes. Die Abnahme des Zuwachses mit der Seehöhe beruhte weniger auf einer Verkürzung der Strckungsdauer als vielmehr auf einer Verringerung der Wachstumsraten der Höhenbetriebe. Die Klone unterschieden sich auffallend im Zeitpunkt ihres Austreibens. Wie Versuche in Klimakammern bei konstanten Temperaturen von 6°, 12° und 18° C zeigten, beruht der verschiedene Austriebszeitpunkt der Klone auf ihren unterschiedlichen Wärmeansprüchen, die genetisch festgelegt sind. Die Zuwachsleistung der Pflanzen in Hochlagen wird durch Wärmemangel begrenzt. Bei niedrigen Temperaturen können sich während der Knospenentwicklung nur wenige Nadelanlagen ausbilden, die dann einen sehr kurzen Höhentrieb ergeben. Frühtreibende Klone hatten an der Waldgrenze infolge ihrer geringeren Wärmeansprüche einen besseren Zuwachs als spättreibende Klone. Sie sind durch Spätfröste kaum gefährdet, weil in Hochlagen Frühtreiber erst dann austreiben, wenn gefährliche Fröste von unter -3°C nur mehr sehr selten auftreten.