Titel
Untersuchungen über den Wasserhaushalt der Böden im Raume Litschau
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1970
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
673
Datensatznummer
200004650
Quelle
Abstract
Der Verlauf des Wassergehaltes in den humosen Oberböden, in Abhängigkeit zu Niederschlag und Temperatur, zeigt deutlich seine unmittelbare Beziehung zu der Güte der Humifizierung. Unter primären, nicht degradierten Zustandsformen kann eine ausreichende Wasserhaltung auch während längerer, sommerlicher Trockenperioden angenommen werden. Bei Fehlen eines ausgeglichenen Bestandesklimas (Beschattung, Windabhaltung) ist aber auch hier, besonders unter extremeren Standortsbedingungen, mit Engpässen in der Wasserversorgung und einem damit verbundenen Absinken der Humusgüte zu rechnen. Daher sollte bei der waldbaulichen Behandlung der Bestände, vor allem in den höheren Altersklassen, ein besonderes Augenmerk auf einen genügend dichten Kronenschluß gerichtet werden. Unter den sekundären, degradierten Beständen muß auf allen Standorten ohne ortsfremden Wasserzufluß mit der Austrocknung der Oberböden während längerer Trockenzeiten gerechnet werden. Die einzige Möglichkeit, diesen standörtlichen Minimumfaktor zu beheben, ist die Oberbodenregradation. Das volle Gelingen der letzteren mittels biologischer Meliorierung konnte bezüglich der Wasserhaushaltsverhältnisse nachgewiesen werden. Dazu darf eine damit Hand in Hand gehende Hebung der pflanzenverfügbaren Nährstoffkapazität angenommen werden.