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  • Titel
    Die Physiognomie der potentiellen natürlichen Waldgrenze und Folgerungen für die Praxis der Aufforstung in der subalpinen Stufe
  • Paralleltitel
    The physiognomy of the natural potential timberline and conclusions for afforestation practice in the subalpine zone = Physionomie de la limite sylvestre potentielle naturelle et déductions pour la pratique de reboisement à l'échelle subalpine
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1967
  • Illustrationen
    23 Abb., 31 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    673
  • Datensatznummer
    200004628
  • Quelle
  • Abstract
    Die Wälder der subalpinen Stufe in den Ostalpen sind großteils zerstört oder durch die jahrtausendelange Weidewirtschaft stark ausgelichtet und die Waldgrenze um mehrere hundert Höhenmeter herabgedrückt. In die lichten Bestände konnten lichtbedürftige Zwergsträucher - besonders Rhododendron, Vaccinien und Calluna - einwandern und es kam vielfach zur Ausbildung geschlossener, sekundärer Zwergstrauchheiden-Gürtel. In einigen weitgehend natürlich erhaltenen Restwäldern der Tiroler Zentralalpen wurde untersucht, wie die heute klimatisch mögliche Waldgrenze (potentielle natürliche Waldgrenze) beschaffen wäre. Es zeigte sich, daß die Wälder - wenn auch mit abnehmender Baumhöhe - bis an die Waldgrenze geschlossen, vielfach sogar dicht und daher im Optimum als Oxalis-Waldtypen ausgebildet sind. Es erfolgt keine allmähliche Auflösung, sondern die Waldgrenze ist eine Scharfgrenze, jenseits derer es keinen Einzelbaumwuchs sondern dichten Horstwuchs gibt. Daher gibt es auch nur eine schmale, etwa durchschnittlich 50 Höhenmeter breite "Kampfzone", in der sich die Baumgruppen mit Zwergstrauch-Gebüschen und alpinen Grasheiden zu einer mosaikartig verteilten Vegetation anordnen. Die subalpine Zwergstrauchheide existiert unter natürlichen Verhältnissen nur andeutungsweise etwa so wie die vielfach unterbrochenen Acantholimon-Igelheiden in den asiatischen ariden Gebirgen und nicht als breiter, dichter, geschlossener Gürtel. Aus diesen Erkenntnissen werden Folgerungen für die Praxis gezogen, die vor allem durch den auszugsweisen Abdruck eines Gutachtens erläutert werden, welches als Grundlage für die Hochlagenaufforstungen im Projektgebiet "Mittleres Zillertal" der Wildbach- und Lawinenverbauung diente.