Titel
Entwicklung einer registrierenden und summierenden thermischen Windmessung
Paralleltitel
Development of a recording and totalising thermal wind-measuring instrument = Développement de compteurs enregistreurs pour le mesurage thermique du vent
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1967
Illustrationen
7 Abb., 14 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Digitales Dokument
Standardsignatur
673
Datensatznummer
200004612
Quelle
Abstract
Der bodennahe Wind ist ein ökologisch wichtiger Faktor. Die verschiedenen Unregelmäßigkeiten und Formen des Reliefs bewirken, daß bodennahe Winde bei gleichem Gradientwind sehr verschiedene Richtung und Stärke annehmen. Es sollen auch kleinste Intensitäten einschließlich ihrer Vertikalkomponente gemessen werden. Durch Richtungsunabhängigkeit der Messung kann man erwarten, daß die gesetzlichen Zusammenhänge zwischen Windstärken und Schneelagen für künftige Kleinklimakartierung erkennbar werden. Die Messung des bodennahen Windes erfolgt thermisch mit genormten Platinthermometern. Eine mit konstanter Wärmemenge erhitzte Spirale wird durch den Wind abgekühlt. Die Abkühlung wird als Temperaturwert von einem Platin-Hartglasthermometer abgenommen und mit der Lufttemperatur, die von einem gleichartigen Thermometer gemessen wird, verglichen. Die gebildete Temperaturdifferenz wird in Steuerimpulse umgesetzt. Da die Temperaturdifferenz dem gerade vorherrschenden Wind nicht einfach proportional ist, müssen die Steuerimpulse in einem Linearisierungsgerät in andere Impulse umgewandelt werden. Nach der Linearisierung sind sie summierbar und können in elektrischen Impulszählern gespeichert werden. Nach dieser Meßmethode wären auch alle Windgeschwindigkeiten erfaßbar, soferne die dem Meßgeber zugeführte Wärmemenge einer stärkeren Luftbewegung entsprechend sich immer ebenfalls vergrößert. Es können auch mittels einer besonderen fotographischen Einriechtung vor den Zählern die Meßdaten auf Schmalfilme festgehalten werden. Ein Zeitwerk läßt hierfür beliebige Intervalle vorprogrammieren. Der Vorgang kommt praktisch einer Registrierung gleich, durch die auch Extremwerte sichtbar werden. Die fotographische Fixierung von Meßdaten ist besonders bei Meßstellen in schwer zugänglichem Gelände wichtig.