Titel
Untersuchungen zur Bionomie des Fichtennadelnestwicklers (Epiblema tedella Cl.) und die sein Auftreten begrenzenden Faktoren
Paralleltitel
Studies on the Biology of Epiblema tedella Cl. and the Factors Limiting its Occurrence = Recherches sur la bionomie d'Epiblema tedella Cl. et les facteurs limitant sa propagation
Verfasser
Erscheinungsjahr
1964
Material
Unselbständiges Werk
Digitales Dokument
Standardsignatur
673
Datensatznummer
200004585
Quelle
Abstract
In der vorliegenden Arbeit werden die Massenauftreten des Fichtennadelnestwicklers - Epiblema tedella Cl, - in verschiedenen Gebieten Nieder- und Oberösterreichs in den Jahren 1956 - 58 als Grundlage für biologische Untersuchungen auf vergleichender Basis herangezogen. Es konnte festgestellt werden, daß die Entwicklung der einzelnen Stadien des Nestwicklers stark von den Temperaturverhältnissen in den Untersuchungsgebieten abhängig war. An Laborzuchten wurden biologische Details unter Einwirkung verschiedener abiotischer Umweltverhältnisse, wie Temperatur und Feuchtigkeit, untersucht. Der zeitliche Ablauf des Schlüpfens der Falter und Parasiten in den Beobachtungsgebieten wurde beobachtet. Das Schlüpfen der Falter setzte Anfang Mai ein, die Flugzeit dauerte bis Anfang Juli, und vollzog sich hauptsächlich bei geringer Luftbewegung während der wärmeren Mittags- und Nachmittagsstunden, Das Schlüpfen setzte meist mit großer Anzahl ein, um dann ebenso spontan abzufallen und endete mit einigen wenigen Exemplaren. Ein Unterschied in der Schlüpfbereitschaft beider Geschlechter konnte nicht beobachtet werden. Das Männchen-Weibchen-Verhältnis war in jedem der Beobachtungsgebiete verschieden hoch. Die Wicklerraupen baumten Ende Oktober bis Mitte Dezember ab. Die Verpuppung erfolgte in der zweiten Märzhälfte in der Streu oder an Moos, jedoch immer in Kokons. Unter den biotischen Begrenzungsfaktoren nahmen die Parasiten, darunter die Schlupfwespen, den ersten Platz ein. Der Anteil der Parasitierung war gebietsweise stark unterschiedlich. Die Schlupfwespen schlüpften in den Zuchten, je nach Temperaturstufe, ein bis zwei Wochen nach den ersten Faltern. Die 5 gezogenen Schlupfwespenarten waren - mit der größten Individuenzahl beginnend - wie folgt vertreten durch: Apanteles spec., Lissonota dubia Holmgr., Mesochoruspectoralis Ratz., EubadizonextensorL. und Angitia spec. Außer den Parasiten trug das Auftreten von Beauveria bassiana Vuill., die vor allem das Raupen- und Puppenstadium des Nestwicklers befallen hat, zur Begrenzung der Populationen erheblich bei.