Titel
Szenarien zur Walderkrankung. : Veränderung der Produktionsbedingungen : Szenarien zur Walderkrankung. Hochschulwoche
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
7 Abb., 7 Tab., 12 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200004193
Quelle
Abstract
Auf der Grundlage von drei Szenarien, die drei Krankheitsprozesse von unterschiedlichem Schweregrad abbilden, wurden moeglche Auswirkungen der neuartigen, grossraeumigen Walderkrankungen auf die ertragskundlichen Produktionsgroessen abgeschaetzt. Die Szenario-Rechnungen stuetzten sich auf eine Weiterentwicklung des Prognosesystems, mit dem das mittelfristig zu erwartende Holzaufkommen in Bayern geschaetzt wurde. Zugrunde gelegt wurde ein Prognosezeitraum bis zum Jahre 2005. Fuer diesen Zeitraum wurden die wichtigsten ertragskundlichen Erwartungswerte fuer die drei Szenarien und zusaetzlich fuer eine Referenz-Variante hergeleitet, die eine annaehernd ungestoerte Waldentwicklung beschreibt. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Berechnungen wurden anhand von Produktionsgroessen fuer den Gesamtwald in Bayern dargestellt. Die Angaben beschraenken sich mit wenigen Ausnahmen auf die Gesamtheit der Altersklassen. Auf Einzelergebnisse, etwa die Produktionsgroessen fuer einzelne Waldbesitzarten und Altersbereiche, konnte hier nicht eingegangen werden. Die wahrscheinlichen Auswirkungen der Walderkrankungen, deren Merkmale in den drei Szenraien beschrieben sind, wurden anhand folgender Produktionsgroessen dargestellt: Vorratshaltung, Zuwachs, Vornutzung, Endnutzung und Gesamtnutzung, Staerkengliederung der Nutzung, Bonitaet und Bestockungsgrad. Gegenueberstellungen dieser Produktionsgroessen mit vergleichbaren Referenzwerten haben gezeigt, dass wir auch bei guenstigem Krankheitsverlauf mit messbaren krankheitsbedingten Aenderungen einiger Ertragselemente rechnen muessen. Ganz ungeschoren werden wir selbst bei einem nach dem optimitischen Szenario ablaufenden Krankheitsprozess mithin nicht davonkommen. Die Auswirkungen sind hier jedoch recht gering und lassen sich - vielleicht mit Ausnahme einzelner Hauptschadgebiete - mit dem normalen Instrumentarium der forstlichen Praxis auffangen. Zu rechnen ist hier im Landesmasstab mit krankheitsbedingten Aenderungen der Vorrats- und Zuwachsgroessen (bei Fichte und Kiefer) von 5 bis hoechstens 10% der vergleichbaren Referenzwerte. Bei Ansatz der wahrscheinlichen Szenario-Variante duerften sich die Vorrats- und Zuwachsgroessen um bis zu 15% vermindern, bei Ansatz der pessimistischen Variante gar um 25 bis 30%. Hier ist zusaetzlich mit einer produktionsmindernden Langzeitwirkung zu rechnen, die weit ueber das Abschlussjahr der Prognose (2005) hinaus wirksam sein duerften. Erstaunlich hoch sind allgemein die Schaetzwerte fuer die notwendigen Mehrnutzungen, die bei der optimistischen Variante kurzfristig bis zu 40%, bei der wahrscheinlichen Variante bis zu 50% und bei der pessimistischen Variante gar bis zu 150% der vergleichbaren Nutzungsansaetze bei ungestoerter Waldentwicklung erreichen koennen. Die durchschnittlichen Bonitaeten duerften sich im Landesmasstab in den kommenden 20 Jahren auch bei staerkerer .............