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  • Titel
    Le rôle politique d'un programme de recherche sur le bois en Europe
  • Paralleltitel
    Die politische Bedeutung des europäischen Forschungsprogrammes "Holz"
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1984
  • Illustrationen
    1 Anh.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200002329
  • Quelle
  • Abstract
    Das europäische Forschungsprogramm "Holz" hat eine ausgesprochene politische Bedeutung. Es gliedert sich in die Industriepolitik der europäischen Gemeinschaften ein, die unter anderem eine bessere Ausnutzung der einheimischen Ressourcen anstrebt. Holz ist eine dieser wenigen Ressourcen und zudem erneuerbar. Für eine übernationale Aktion sprechen die Umstände, dass die Mehrzahl der EG-Staaten im Holzaussenhandel defizitär sind, dass über die Bodennutzung ein Zusammenhang zur Agrarpolitik besteht, dass die meisten staaten mehr oder weniger intensiv in die Waldbewirtschaftung eingreifen und dass die europäischen Normen auf dem Gebiet des holzes noch wenig harmonisiert sind. Man befürchtet, dass ein künftiger Holzmangel, ähnlich wie bereits in Skandinavien, eine wichtige wirtschaftliche Tätigkeit beeinträchtigen könnte. Das Programm entspricht auch den Bestrebungen der europäischen Forschungspolitik, indem es zur Bewältigung mittel- und langfristiger europäischer Probleme beiträgt. Im Programm "Holz" wird eine sogenannte "indirekte Aktion" ausgelöst, das heisst die Forschungen werden von Forschungsinstituten und Industrien im Auftrag und unter Kostenbeteiligung der EG durchgeführt. Die Europäische Gemeinschaft möcht eine weitere Zunahme der Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten vermeiden, die Eigenwirtschaftlichkeit ihrer Wald- und Holzwirtschaft stärken und auch einen - wenn auch bescheidenen - Beitrag zur Energieversorgung auslösen. Dabei sollen besonders auch der Naturschutz, die Sicherheit der Arbeitskraft, die regionale Entwicklung und ein sparsamer Energieeinsatz berücksichtigt werden. Das Programm wurde vom Rat am 17. Mai 1982 beschlossen und am 15. Juni 1982 ausgeschrieben. Die Offerten mussten bis zum 30. September eingereicht werden. Insgesamt sind 320 Vorschläge mit einem gesamten Gesuchsbetrag von 42,5 MECU eingegangen. Angesichts des auf 12 MECU beschränkten Programmbudgets musste also wesentlich selektioniert und gekürzt werden. Die Forschugnen zu den Themen Holzproduktion, Holzernte und Transport, Holz als Rohstoff, Holzverarbeitung ohne Veränderung der Grundstruktur, Holzverwertung in Form von Fasern sowie Holz als Chemierohstoff konnten im Laufe des Sommers 1983 anlaufen.