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  • Titel
    Biomassenproduktion und -nutzung zur Energiegewinnung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    11 Abb., 4 Tab., 11 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627; 15197
  • Datensatznummer
    200002077
  • Quelle
  • Abstract
    Die Biomassen fuer die Energiegewinnung aus dem Hoch- und Niederwaldbetrieb (einschliesslilch Kurzumtriebe) werden insbesondere im Hinblick auf den damit verbundenen Naehrstoffentzug besprochen. Dabeiwird besonders auf die Bedeutung des inneren und aeusseren Naehrstoffkreislaufes fuer die forstliche Produktion eingegangen. Die Zusammenhaenge werden an Beispielen sowohl fuer Waelder der gemaessigten Breiten als auch fuer subtropische Bereiche aufgezeigt. Der Produktionszyklus des Hochwaldes baut einen lebenden Holzvorrat auf und hat damit aufgrund einer groesseren Effektivitaet der inneren Kreislaeufe einen hoeheren Selbstversorgungsgrad mit den Naehrstoffen als die verschiedenen Formen des Niederwaldes. Die Niederwaelder sind bezeuglich der Selbstversorgung suboptimal und erfordern daher bei gleicher Produktionsleistung einen hoeheren externen Naehrstoffersatz. Bei den Kurzumtiebswaeldern wird, aehnlich wie in landwirtschaftlichen Intensivbetrieben, die Produktion praktisch nur durch externe Naehrstoffzufuhr (Duengung) aufrechterhalten. Die Ausschlagfaehigkeit (Vitalitaet) der Wurzelstoecke ist eine wichtige Grundlage der Ausschlagwirtschaft. Die fruehe Seneszenz ist ein wesentlich bergrenzender Faktor fuer die Zahl der Umtriebe und damit den Produktionserfolg. Die Gestehungskosteen fuer die Biomasse aus den Ausschlagwaeldern, insbesondere den Kurzumtriebswaeldern, liegen daher meist hoeher als fuer Biomasse aus konservativ bewirtschafteten Waeldern. Dies ist aber im Prinzip zumindest immer dann eine Halbwahrheit, wenn die Biomasse der konservativen Forstwirtschaft aus der Ganzbaumnutzung oder aus den Nutzungsrueckstaenden besteht. Bisher wird der Nahrstoffentzug ueber die Biomasse aus den konservativ bewirtschafteten Waeldern in den Gestehungskosten nicht kalkuliert, obwohl die vermehrte Biomassenentnahme auf fast allen Standorten einen oekosystemgerechten Ersatz des Naehrstoffentzuges zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Produktion erfordern wuerde.