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  • Titel
    Kahlfläche und Blendersaumschlag, vergleichende Bodenuntersuchungen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1920
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200001790
  • Quelle
  • Abstract
    1. Der Wassergehalt obersten 1-2 cm mächtigen Bodenschichte (bei unbedecktem Mineralboden) ist in Trockenperioden während der Vegetationszeit auf der Kahlfläche wesentlich geringer als auf den Nordsäumen (Blendersaumschlagen). Unter dem geschlossenen Schirm des Altholzbestandes steht der Wassergehalt der obersten Bodenschichte jenem auf dem Nordsaume nur um weniges nach. Aus dieser Tatsache darf wohl geschlossen werden, daß überalle dort, wo die Stetigkeit der Bodenbedeckung nicht unterbrochen wird, also bei sämtlichen "Dauerwaldbetrieben", auch bei C. Wagners Blendersaumschlagbetrieb, die Feichtigkeit der für das Gedeihen der Sämlinge wichtigen obersten Schichte des Waldbodens auch in Trockenperioden besser erhalten bleibt als beim Kahlschlagbetrieb. 2. Der Humusgehalt der obersten Bodensichte auf dem Nordsaum (Blendersaumschlag) ist beträchtlich höher als jener auf der Kahlfläche. Es ist somit abermals der (zuerst von Hoppe gelieferte) Beweis für die namhafte Abnahme des Humusgehaltes in der obersten Bodenschichte auf Kahlschlägen erbracht. In den Wäldern der Kalkalpen, in welchen beträchtliche Ablagerungen von mildem, durch stärkere Zersetzung und größere Fruchtbarkeit ausgezeichnetem Humus, sof "Alpenhumus", vorkommen, dürfte die Humusabnahme auf Kahlschlägen von besonderer praktischer Bedeutung sein.