Titel
Die unmittelbaren Faktoren der Schaftformbildung
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1919
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200001777
Quelle
Abstract
Zusammenfassend kann daher nur gesagt werden, daß eine Unterbrechung der Stetigkeit der Schaftkurve, so daß dieselbe aus zwei verschiedenartigen Ästen besteht, deren Scheidepunkt im oder oberhalb des Kronenansatzpunktes liegt, vorhanden sein kann, aber nicht unbedingt vorliegen muß, da das Ausmaß und die Stelle der Unstetigkeit in den Zuwachsschichten ungleich ist, u. zw. ist die besprochene Erscheinung im allgemeinen bei Nadelholz mit Ausnahme der Lärche und Kiefer unkenntlich, bei Laubholz prägnanter wahrnehmbar. Das Verhältnis zwischen der mittleren Dicke der Zuwachsschichte und der Höhe derselben berührt wohl die Form im Sinnder der praktischen Auswertungsmöglichkeit, da mit Steigen des Verhältnisses der Höhe zum Grunddurchmesser der Abfall bei Ausformung von der ganzen Länge nach gleich dimensionierten Sortimenten kleiner wird, nimmt aber keinen Einfluß auf die geometrisch deginierte Gestalt der Begrenzungskurve; die mathematische Form hängt eben nur von den Krümmungsverhältnissen der Erzeugenden oder der Begrenzungskurven der einzelnen Lamellen ab, kann aber nicht durch Parallelverschiebung, bzw. Auflagerung einer durchwegs gleichstarken Schichte verändert werden, so daß stets jener Teil der Zuwachsschichten, der mit parallelen Konturen in der Breite der minimalen Ringstärke herausgeschnitten gedacht werden kann, ohne Einfluß auf die mathematisch definierte schließliche Stammform bleibt.