Titel
Bodenverwundung von Schlagflächen in ihrer Rückwirkung auf Lebendverbau des Bodens und Verjüngung
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1954
Illustrationen
3 Tab., 9 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
625
Datensatznummer
200001195
Quelle
Abstract
Im Kienbergwald bei Wenns im Pitztal wurden verjüngungsfeindliche Waldteile bezüglich der Bodeneigenschaften und des Tierlebens untersucht und mit benachbartem Bestandes wurde zum Vergleich herangezogen. Es liegen Podsole mit mehr oder weniger starken Moderauflagen vor. Die Untersuchungen ergaben: 1. Im Waldbestand hat sich eine Pilzmoderschicht ausgebildet, die infolge ungünstiger Abbaubedingungen, die starke Versauerung und Entbasung bewirken, für Verjüngung ein schlechtes Keimbett darstellt. Die nur zeitweilig dirchtere Besiedlung von Tieren aus der Streu vermag nicht den Bestandesabfall zu bewältigen. 2. Auf der abgeholzten, nicht bearbeiteten Fläche, ist eine Dichtlagerung eingetreten. Pilzmoder ist nahezu verschwunden, der Grobmoder hat stark saure Reaktion und nur geringes Tierleben. 3. Die bearbeitete Fläche hat eine Vermischung des Pilzmoders mit dem Alpenmoder und dem mineralischen Unterboden erfahren. Stärkere Durchlüftung, reicheres Tierleben, günstige Humifizierungsverhältnisse mit geringerem Säuregrad sind für eine freudige Verjüngung von Lärche und Fichte. An einem gegen Südost exponierten Steilhang mit günstigeren abiotischen Einflüssen hat eine Aufzehrung des Waldmoders stattgefunden und die saure Humusverwitterung ist zu Gunsten der Bildung von milderem Humus zurückgetreten.