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  • Titel
    Problematik der Zuwachsuntersuchungen in Buchenbeständen mit neuartigen Schadsymptomen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    5 Abb., 5 Tab., 27 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200001125
  • Quelle
  • Abstract
    In 5 verschiedenen Buchenbeständen wurde an insgesamt 77 Bäumen mit Hilfe der Stammanalyse der Wachstumsgang unterschiedlich stark geschädigter Bäume untersucht. Bei 333 Probebäumen wurde die Kronenschädigung nach dem Verfahren Roloff und nach dem prozentualen Laubverlust (Waldschadensinventur) geschätzt. Die Abnahme des Höhenwachstums der Buchen entspricht ihrer Schadintensität. In mehreren Buchenbeständen waren Randbäume und andere freistehende Bäume am stärksten geschädigt, während Buchen ohne Schadensmerkmale oft nur in geschlossenen Bestandesteilen beobachtet werden konnten. Wachstumsvergleiche zeigen, dass bei der Buche der zuwachsfördernde Einfluss der Standraumerweiterung wesentlich grösser sein kann als die hemmende Auswirkung der Kronenschädigung. Nur in einem Bestand, bei dem die untersuchten Buchen ohne Schadensmerkmale und die mittelstark geschädigten Bäume sich in ihren Stamm- und Kronendimensionen sowie im Standraum weitgehend entsprachen, konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen Durchmesserzuwachs und Kronenschäden aufgezeigt werden. Anders als bei der Baumart Fichte haben diese geschädigten Buchen keine verstärkte Zuwachsdepression in 1,3 m HÖhe. Die Schadansprache nach Roloff und die bei der Waldschadensinventur angewendete Methode führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bei Schadansprachen an denselben Probebäumen in verschiedenen Beständen wurden im Durchschnitt lediglich 49% der Probebäume nach beiden Methoden in die gleiche Schadstufe eingeordnet. Insgesamt wurden die Buchen nach dem Verfahren der Waldschadensinventur als stärker geschädigt eingestuft. Zwischen dem Ausmass der Kronenschädigung und verschiedenen Baumparametern bestehen bei den Untersuchungsbeständen keine deutlichen und einheitlichen Beziehungen.