Titel
Strukturentwicklung und Wuchsverhalten von Buchenbeständen in der Verjüngungsphase : Ertragskundliche Merkmale des Schirmschlag-Femelschlag-Verjüngungsverfahrens im Spessart
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
8 Abb., 1 Tab., 22 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200001121
Quelle
Abstract
Mit der Einführung des Schirmschlag-Femelschlag-Verfahrens (Fleder, 1983) zur natürlichen Verjüngung der Buche im Spessart sollen die waldbaulichen Erfahrungen aus früheren Verjüngungsverfahren (Hartig, Gayer, Vanselow und Rebel) genutzt und die Grundlagen zur Erziehung leistungsstarker Buchenmischbestände für die Zukunft geschaffen werden. Um die Struktur und das Wuchsverhalten von Buchenbeständen, die nach diesem Verfahren verjüngt werden, langfristig verfolgen zu können, wurde im Forstamt Rothenbuch eine Reihe von Versuchsparzellen neu angelegt und unter ertragskundliche Dauerbeobachtung gestellt. Auf der Basis von Zustandsdaten und von Ergebnissen aus Stamm- und Bohrkernanalysen werden die wichtigsten ertragskundlichen Merkmale des Altbestandes in den verschiedenen Verjüngungsphasen (Ausgangsbestand, Schirmschlagphase, Femelschlagphase) vorgestellt. Die ertragskundlichen Befunddaten der Versuchsparzellen spiegeln die verfahrenstypische Änderung der Stammzahl-Durchmesserverteilung, Höhenstruktur, Vorratshaltung, Überschirmungsdichte und Zuwachsleistung des Altbestandes in den verschiedenen Verjüngungsphasen wider. Hervorzuheben ist das erstaunlich hohe Leistungsvermögen der Altbuchen, die mit ihrem ausgeprägten Lichtungszuwachs die Zuwachseinbussen nach den Hiebseingriffen weitgehend kompensieren. Die Vollaufnahme der Verjüngung gibt Aufschluss über die Verjüngungsdichte, Verjüngungsverteilung und Baumartenmischung sowie über das Wachstum der Verjüngung. In einer Gegenüberstellung von Altbestand und Verjuengung in den verschiedenen Verjüngungsphasen werden die Regelwirkungen des Altbestandsschirmes auf Dichte und Zuwachs der Verjüngung durchleuchtet und in einfachen Ansätzen modellhaft formuliert. Abschliessend werden einige ertragskundliche Besonderheiten des Schirmschlag-Femelschlag-Verfahrens diskutiert und aus den Untersuchungsergebnissen verfahrensspezifische waldbauliche Folgerungen abgeleitet.