Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Zur Zuwachs-Reaktionskinetik der Waldbestände im Bereich des Braunkohlekraftwerkes Schwandorf in der Oberpfalz
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    16 Abb., 20 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200001107
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen eines grösser angelegten Forschungsvorhabens am Münchner Lehrstuhl für Waldwachstumskunde wurde überprüft, ob ein Zusammenhang zwischen der Schadstoffbelastung durch das Braunkohlekraftwerk in Schwandorf und dem Gesundheitszustand und Wuchsverhalten der umliegenden Kiefernwälder besteht. Gestützt auf ertragskundliche Untersuchungen auf 103 Probeflächen und der Analyse der Belastungslage im Untersuchungsraum lässt sich die Fragestellung der Untersuchung zusammenfassend wie folgt beantworten: 1. Gesunde Bestände im Untersuchungsgebiet spiegeln relativ günstige Wachstumsbedingungen wider. 2. In geschädigten Beständen zeichnen sich seit 10 bis 15 Jahren deutliche Zuwachsverluste ab. Zwischen den Extrema gesund und stark geschädigt kommen verschiedene Schädigungsgrade vor, die mit bestimmten Zuwachsverlaufstypen identifiziert werden können. 3. Zur Berechnung der Zuwachseinbussen in Schadbeständen wurde ein Referenzsystem angewandt, das es erlaubt, die Zuwachsminderung durch Vergleich der gesunden und geschädigten Bäume eines Bestandes herzuleiten. 4. Im Untersuchungsraum lassen sich Zonen voneinander abgrenzen, in denen bestimmte Zuwachsreaktionsmuster dominieren. Es lassen sich Teilregionen mit gebietstypischer Zuwachsdynamik und mit regionalspezifischer Schadausprägung unterscheiden. 5. Die Immissionsbelastung durch das Braunkohlekraftwerk in Schwandorf weist eine ganz spezifische räumliche Verteilung und zeitliche Entwicklung auf, die die Grundbelastung durch andere kleinere Emittenten augenscheinlich übeprägt. 6. Es ist festzuhalten, dass deutliche tendenzielle Zusammenhänge zwischen dem Emissionsverhalten des Werkes und der Zuwachsreaktionskinetik der umliegenden Waldbestände bestehen. In der zeitlichen Veränderung und räumlichen Ausprägung des Zuwachsverhaltens der untersuchten Kiefernbestände spiegelt sich klar die spezifische Entwicklung des Emissionsverhaltens des Kraftwerkes in den letzten 20 bis 30 Jahren wider.