Titel
Wald Baum Holz : Nutzung Prüfung Bearbeitung : Diplomarbeit, Universität Wien
Titelphrase
Der Wald ökonomisch und ökologisch dargestellt im Museum für das forstliche Versuchswesen in den Räumen des Bundesamtes und Forschungszentrum für Wald in Mariabrunn. 1 BAND
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
94 S.
Material
Monographie
Standardsignatur
16635
Datensatznummer
171021
Abstract
Hier schliesst sich mein Gedankengang zu dieser Arbeit: Der Wald hat immer noch eine wesentliche Bedeutung als Nutzwald und Schutzwald. Durch die am forstlichen Forschungsinstitut erarbeiteten Erkenntnisse über den Einfluss des Waldes auf die umliegenden Landschaftsgebiete wurde es immer wichtiger, den Wald auch als ökologisch notwendiges Gebiet zu betrachten. Beim Bauen in Bergregionen werden aus Unkenntnis der oft schwierigen Standortverhältnisse schwere Schäden an der Vegetation in dieser Landschaft verursacht. Die Beseitigung erfordert bedeutende finanzielle Mittel, die meist weit über den wirtschaftlichen Erträgen liegen. Durch fachgerechte Anwendung von heutigen ingenieurbiologischen und landschaftspflegerischen Methoden können solche Schäden vermieden werden. Handarbeit und nur beschränkter Maschineneinsatz (z.B. Verzicht auf Planierraupen und Bagger) um die fruchtbaren Bodenschichten besser zu erhalten. Durch ohne Rücksicht "möglichst rationell" hergestellte Strassen und Wege sind schwierig wieder zu begrünen. Naturschutz ist im allgemeinen die Erhaltung wertvoller Biotope, das erweist sich meist schwierig. Der Mensch trachtet seinen Lebensraum mehr auszuweiten und auszunützen. Die Nutzung bedeutet aber immer einen Eingriff in das natürliche Geschehen. Es ist ein Missverständnis, meint der Verfasser, weit verbreitet, zuerst notwendige Anlagen bauen und dann erst die Schäden an der Landschaft beseitigen. Doch die ökologischen Verhältnisse im Gebirge sind bedingt durch niedrige Temperaturen, kurze Vegetationszeiten und zu lange Schneedeckung anders und erlauben nur wenigen spezialisierten Pflanzenarten das Überleben. Der sichtbare Ausdruck dafür ist die deutliche Grenze nämlich die Waldgrenze, die Baumgrenze des Laubwaldes, die Obergrenze der Zwergsträucher der Latschen und oberhalb gibt es nur Rasen. Ein schwieriger Faktor für Ökologie ist der zunehmende Tourismus für den viele Veränderungen vorgenommen werden und nicht immer sachgemäss zur Landschaftserhaltung. Die Erhaltung von Waldflächen zum Schutz gegen Naturkatastrophen wie Lawinen- und Hochwasserschäden, auch gegen die Gefahr von Austrocknen grosserLandschaftsflächen ist schon im neunzehnten Jahrhundert als notwendig erkannt worden. Bereits Josef Ressel erarbeitete während seines beruflichen Aufenthaltes in Istrien Pläne zur Wiederaufforstung der kahlgeschlagenen Karstgebiete dort. Forstliche Forschungen werden heute international mit modernen technischen Hilfsmitteln gemacht und es zeigt sich, dass diese Forschungsgebiete immer wichtiger werden. Der Wald kann nicht nur wirtschaftlich ökonomisch sondern muss auch ökologisch gesehen werden. In den Forschungsaufgaben des Institutes Waldforschungszentrum sind heute die Forschungsprioritäten Naturwaldreservate, Forstgenetik, Klimakunde und Bodenkunde ebenso die Bereiche des Forstschutzes und der Schutzwaldsanierung.
Gleichzeitig soll in dieser Arbeit auch der kulturhistorische Aspekt der Waldnutzung von Bedeutung sein, wie ihn Professor Killian betont hat. Ein Grossteil der Ausstellungsobjekte hat heute nur noch historischen Wert. Sie dokumentieren die Bedeutung der Forstarbeit im Wald über mehrere Jahrhunderte. In früheren Zeiten entwickelten sich neue Arbeitsmethoden langsamer. Im Zeitalter der beginnenden forstlichen Wissenschaft im neunzehnten Jahrhundert kam es zu neuen Erfindungen, die die Waldnutzung und die Arbeit im Forst erleichtern und effektiver gestalten sollten. Das Museum zeigt zahlreiche Beispiele dafür. Der rasche Wandel im zwanzigsten Jahrhundert führte zu einer immer rascheren Veralterung bis dahin praktizierter Methoden. Viele Ausstellungsgegenstände in Mariabrunn dokumentieren einen kulturhistorischen Wert, und führen uns vor Augen, welche Bedeutung Wald und Forstwirtschaft für die Menschheit hatte und hat. Im Stammhaus, dem ehemaligen Augustinerkloster Mariabrunn, ist sowohl die Geschichte der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, als auch die im Laufe ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte durchgeführten bedeutenden Forschungsarbeiten dargestellt. Die Ausstellung hier im Museum Mariabrunn ist unter dem Gesichtspunkt zu sehen, die Sammlung von historischen Maschinen, Geräten, Instrumenten, Bilder und anderen Gegenständen einer praktischen Verwertung zuzuführen. Denn Berufe wie Holzknecht oder Pecher werden heute nicht mehr ausgeübt. Schlägerung und Einbringung von Holz auch im schwierigen Gelände wird mittels speziell ausgestatteten Fahrzeugen in kurzer Zeit von wenigen Personen ausgeführt. Mit der Entwicklung von diesen Spezialgeräten wurde unter anderem auch das Forstliche Forschungsinstitut beauftragt. Denn Forstgeschichte soll, wie Professor Killian betont, kein totes Wissen, sondern mit der Gegenwart verbunden sein und daher auch praktischen Zwecken dienen. Dies kann sowohl beim akademischen Unterricht, als auch bei Ausstellungen, Publikationen, Sendungen im Rundfunk und Fernsehen oder bei Gutachten erfolgen.Vom Kloster Kloster Mariabrunn und seiner Geschichte ; Abraham a Sancta Clara ; David a Sancto Cajetano ; Maria Theresia und Joseph II ; Die Bedeutung des Waldes ; Naturschutzgebiete ; Holz und seine Nutzung ; Veränderungen durch Rodungen ; Erste forstliche Massnahmen; Die Waldordnung ; Das Reichsforstgesetz ; Die Geschichte der Forstschule Mariabrunn ; Die Meisterschule und der erste Lehrplan ; Die Forstlehranstalt Mariabrunn ; Zum Lehrplan der höheren Forstlehranstalt ; Ein eventuell bekannter Professor ; Die Aufnahmebedingungen und der neue Lehrplan ; Das Internat ; Die Forstakademie ; Das Bundesforschungszentrum für Wald und seine Geschichte ; Die Anfänge forstlicher Forschung in der Donaumonarchie ; Erste Ziele forstlicher Forschungen ; Der rechtliche Status und die wirtschaftliche Situation ; Erste forstlich meteorologische Beobachtungseinrichtungen ; Gliederung in verschiedene einzelne Institute ; Unterteilung der Forschungsbereiche ; Entwicklung Internationaler Forstlicher Forschungen ; Zäsur durch die Kriege ; Die Weltausstellung ; Die Krisenzeiten und ihre Auswirkungen ; Namensänderungen der Forstlichen Versuchsanstalt ; Kriegsschäden und wirtschaftliche Probleme ; Neustart eines Forstwissenschaftlichen Museums ; Darstellung des Museums ; Dauerausstellung in Mariabrunn ; Gliederung der Ausstellung ; Das Kloster ; Die Lehranstalt mit Internat ; Über Josef Ressel ; Sein Denkmal in Mariabrunn ; Die Forschungsstätte mit forstwisssenschaftlichen Geräten ; Die forstlichen Mess-und Prüfgeräte ; Auswirkungen der Harznutzung an Nadelbäumen ; Das Holz als Werkstoff und andere Nutzungsmöglichkeiten ; Prüfgeräte zur Auswirkungen von schädlichen Abgasen ; Saatgutgewinnung ; Die Schädlinge im Wald ; Schwämme und Pilze ; Der Baumschwamm ; Der Moderschwamm ; Forstliche Arbeitsgeräte ; Äxte und Sägen ; Die Sappine ; Die Säge und ihre Zähne ; Die Schinderbleche ; Das “Venetianer Gatter” ; Waldpflege mit der Säge ; Die Klafterkette ; Dendrologie ; Die Xylothek ; Die Bibliothek ; Prüfung von Samengut ; Forstlich meteorologische Studien ; Dendrometer ; Hartes oder weiches Holz ; Ein Heft aus der Sammlung Mariabrunn aus dem Jahr 1940 ; Die Kuratoren des Museums ; Herr Ingenieur Andreas Boineburg ; Herr Ingenieur Johannes Ferenczy ; Herr Professor Doktor Herbert Killian ; Zeitzeugen ; Das Institut für Waldbau in Mariabrunn heute ; Zusammenfassung ; Anhang, weitere Museen mit dem Schwerpunkt Wald und Holz; Das Holzmuseum in Sankt Ruprecht ob Murau ; Das Museum in der Alten Hofmühle zu Gutenstein ; Das Museum Silvanum in Grossreifling ; Literaturverzeichnis