Titel
Ursachen und Ausmaß der Blaikenerosion im Karwendel : Dissertation, Technische Universität München, Geographisches Institut
Verfasser
Erscheinungsort
München
Verlag
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
V, 149, [4] S.
Illustrationen
Ill., graph. Darst.
Material
Monographie
Standardsignatur
16585
Datensatznummer
170054
Abstract
In der vorliegenden Arbeit werden Ursachen und Ausmaß der Blaikenerosion im Karwendel als Teilgeld des alpinen Bodenabtrags diskutiert. Blaiken sind Erosionsformen, die durch Abschürfen einer geschlossenen Vegetationsdecke entstehen. In erster Linie ist nivaler Massenschurf daran beteiligt (Schauer 1975). Die Nivation (Schnee-Erosion) führt im Zusammenwirken mit Relief und Vegetation zur Entstehung von Blaiken: Erosiv angelegte Rinnen stellen im Winter Kanalisierungsbahnen für Lawinen dar. Durch Rinnen und Rippen gegliederte Hänge zeigen daher verblaikte Bacheinschnitte und intakte Riedelflächen. Luv-Lee-Effekte entstehen unterhalb von Kämmen oder an mit Gefällwechseln verbundenen Hangkanten, unter denen es zur vermehrten Schneeanhäufung und Schneeschurf kommt. An 95% aller Abtragshänge (s.Tab. 45, im Anhang) ermöglichen in erster Linie die Reliefverhältnisse den Schnee- und Lawinenschurf.