Titel
Prognosegüte meteorologischer Vorhersagemodelle im Zuge der Hochwasserereignisse im August 2002 : StartClim.14
Körperschaft
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
36 S.
Illustrationen
24 Abb., 2 Tab., 11 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
16230
Datensatznummer
162174
Quelle
Abstract
Die detaillierte Verifikation meteorologischer Vorhersagemodelle in Bezug auf das Hochwasserereignis 2002 ist nicht zuletzt für die Entwicklung eines effektiven Warnsystems unerlässlich. Im vorliegenden Bericht wird quantitativ gezeigt, dass die Prognosegüte eine starke Abhängigkeit sowohl von der räumlichen und zeitlichen Skala, als auch von den verwendeten Beobachtungsdaten und vom betrachteten Gebiet aufweist. Generell sind Vorhersagen für Regionen, die sich in alpinen Staulagen befinden, verlässlicher als für Flachlandregionen, da hier numerisch schwierig zu erfassende konvektive Prozesse maßgeblichen Anteil an Starkniederschlagsereignissen haben. Es kann eine signifikante Reduktion des relativen Fehlers durch Erhöhung der Vorhersagedauerstufe erreicht werden, da sich Prognosefehler im zeitlichen Verlauf des Ereignisses zu einem gewissen Teil kompensieren. Eine Reduktion des relativen Fehlers durch Übergang auf größere Gebiete wird erst im Bundesländer-Maßstab deutlich. Maßgeblichen Einfluss auf die Prognosequalität hat nicht nur die räumliche Ausdehnung des Vorhersagegebietes, aber auch jene des synoptischen Systems selbst. Verglichen mit anderen Ereignissen der letzten 4 Jahre wurden die Niederschlagsmengen beim ersten Teil des Hochwassers im August 2002 eher schlecht, beim zweiten Teil jedoch relativ gut erfasst, wobei jedoch einzelne stündliche Maxima generell problematisch sind und häufig unterschätzt wurden. Wahrscheinlichkeitsaussagen mittels Ensemble-Prognosen können einen Beitrag in der Früh- oder Vorwarnung leisten, indem Aussagen über die Bandbreite möglicher Niederschlags-Szenarien gemacht werden können.