Titel
Feinstaub und Klimawandel - gibt es Zusammenhänge in Nordost-Österreich? : StartClim2006.A
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
48 S.
Illustrationen
26 Abb., 11 Tab., 45 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
16230
Datensatznummer
162131
Quelle
Abstract
Luftschadstoffe und insbesondere Feinstaub sind gesundheitlich bedenklich. Auch bei derzeit vorherrschenden Konzentrationen zeigt sich ein Einfluss auf die tägliche Variation von Gesundheitsindikatoren wie tägliche Sterblichkeit (Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen), Krankenhausaufnahmen und Atemwegssymptome. Die Konzentration der Schadstoffe wird maßgeblich von der Witterung beeinflusst. In Nordostösterreich tritt eine erhöhte Feinstaubkonzentration vorwiegend im Winter auf und am häufigsten bei Hochdruckwetterlagen. Eine niedrige Mischungsschichthöhe ist eine Voraussetzung für erhöhte Konzentrationen. Aerosole wiederum beeinflussen den Strahlungshaushalt und somit das Klima. Aus den aktuellen Klimaszenarien lässt sich für die Zukunft in Bezug auf die durchschnittliche Mischungsschichthöhe eine kürzere Phase wintertypischer Verhältnisse und somit eine bessere Verdünnung der Feinstaubkonzentration ableiten. Gleichzeitig sind aber auch Änderungen im Emissionsmuster (weniger Heizenergiebedarf, mehr Kühlenergiebedarf) durch den Klimawandel zu berücksichtigen, sowie in noch stärkerem Maße Reduktionen auf Grund der technischen Entwicklung. Die Interaktion zwischen „Wetter“ und „Schadstoffen“ in ihrer Wirkung auf die Gesundheit ist äußerst komplex und sollte ausführlicher untersucht werden. Eine „simple“ Aussage wie „Hitze und Feinstaub verstärken sich gegenseitig in ihrer gesundheitsschädigenden Wirkung“ kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abgegeben werden. Bestenfalls gibt es Hinweise auf eine solche Interaktion zwischen Hitze und Ozon. Dieser Befund ist jedoch unsicher, da die Ergebnisse in Abhängigkeit vom zugrundeliegenden statistischen Modell nicht einheitlich sind. Weiterhin sollte auch der Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Depositionsgeschwindigkeiten von Partikeln mit und ohne Schneebedeckung vor dem Hintergrund des Klimawandels untersucht werden.